• 27.01.2016, 13:16:19
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Blecha: Generationenvertrag darf nicht vom Kapitalmarkt abhängig sein!

Neue Pensionsvorschläge fördern Altersarmut

Utl.: Neue Pensionsvorschläge fördern Altersarmut =

Wien (OTS) - „Man muss die Menschen vor den heute von einer ‚losen
Gruppe‘ präsentierten skurrilen Pensionsvorschlägen warnen. Dahinter
stecken in Wahrheit Pensionskürzungen und Altersarmut!“ erklärte
heute Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha.
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Blecha: „Wir wollen keinen Generationenvertrag, der vom Kapitalmarkt
abhängig ist! Jede/r der eine Pensionskassen-Pension bezieht, weiß
dass sie dem Kapitalmarkt unterliegt und dementsprechend dramatisch
gekürzt wurde. Erst gestern hat die Europäische Versicherungsaufsicht
vor Milliardenlücken bei den Betriebspensionen gewarnt. Und Jede/r
der eine private Pensionsvorsorge abgeschlossen hat weiß, dass er auf
einem normalen Sparbuch mehr Ertrag gehabt hätte. Die
Schüssel-Grasser-Rentenpolizze ist ein Flop!“

Der Pensionistenverbands-Präsident kritisierte besonders, dass immer
wieder bewusst falsche Zahlen verwendet werden. Heute wurden gar 21,4
Milliarden Staatszuschuss zu den Pensionen genannt. Blecha: „Eine
Fantasiezahl! Vielmehr weisen alle seriösen Studien und Prognosen
Österreichs Pensionssystem als stabil aus.“

Problem heißt Wirtschaft, nicht Pensionssystem

Blecha wies darauf hin, dass wir „eher ein Wirtschaftsproblem haben
und kein Pensionsproblem“. „Die Unternehmen investieren zu wenig,
ältere Mitarbeiter werden von vielen Firmen regelrecht in die
Arbeitslosigkeit oder (Früh-)Pension gemobbt“, kritisierte Blecha und
weiter: „Vielmehr brauchen wir Reformen in der Arbeitswelt, die
‚altersgerecht‘ gestaltet werden muss und der Jugendkult aus den
Personalbüros gehört vertrieben!“

Finanzierung durch Wertschöpfungsabgabe

Blecha: „Wir Pensionistenvertreter sind keine Blockierer. Ganz im
Gegenteil! Wir sind sehr für Reformen. Zum Beispiel zu einer
Verbreiterung der Finanzierungsbasis der sozialen Schutz-Systeme. Es
können in einer Zeit der zunehmenden Rationalisierung und
Digitalisierung die Pensionen, die Gesundheitsversorgung, das
Arbeitslosengeld nicht ausschließlich von den Löhnen und Gehältern
berechnet werden. Daher fordere ich die Einführung einer
Wertschöpfungsabgabe. Roboter und Computer zahlen keine Beiträge.
Diese Unternehmen mit meist nur wenig Beschäftigten haben aber eine
hohe Wertschöpfung und hohe Gewinne. Daher muss die
Finanzierungsbasis verbreitert werden und auch die Wertschöpfung der
Unternehmen berücksichtigt werden“, so Blecha.

Der Pensionistenverband-Präsident abschließend: „Die heute von Raidl,
Mazal und Co. präsentierten Pensionsvorschläge bedeuten enorme
Pensionskürzungen und Altersarmut!“ (Schluss)

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