Blecha: Generationenvertrag darf nicht vom Kapitalmarkt abhängig sein!

Neue Pensionsvorschläge fördern Altersarmut

Wien (OTS) - „Man muss die Menschen vor den heute von einer ‚losen Gruppe‘ präsentierten skurrilen Pensionsvorschlägen warnen. Dahinter stecken in Wahrheit Pensionskürzungen und Altersarmut!“ erklärte heute Pensionistenverbands- und Seniorenrats-Präsident Karl Blecha. ****

Blecha: „Wir wollen keinen Generationenvertrag, der vom Kapitalmarkt abhängig ist! Jede/r der eine Pensionskassen-Pension bezieht, weiß dass sie dem Kapitalmarkt unterliegt und dementsprechend dramatisch gekürzt wurde. Erst gestern hat die Europäische Versicherungsaufsicht vor Milliardenlücken bei den Betriebspensionen gewarnt. Und Jede/r der eine private Pensionsvorsorge abgeschlossen hat weiß, dass er auf einem normalen Sparbuch mehr Ertrag gehabt hätte. Die Schüssel-Grasser-Rentenpolizze ist ein Flop!“

Der Pensionistenverbands-Präsident kritisierte besonders, dass immer wieder bewusst falsche Zahlen verwendet werden. Heute wurden gar 21,4 Milliarden Staatszuschuss zu den Pensionen genannt. Blecha: „Eine Fantasiezahl! Vielmehr weisen alle seriösen Studien und Prognosen Österreichs Pensionssystem als stabil aus.“

Problem heißt Wirtschaft, nicht Pensionssystem

Blecha wies darauf hin, dass wir „eher ein Wirtschaftsproblem haben und kein Pensionsproblem“. „Die Unternehmen investieren zu wenig, ältere Mitarbeiter werden von vielen Firmen regelrecht in die Arbeitslosigkeit oder (Früh-)Pension gemobbt“, kritisierte Blecha und weiter: „Vielmehr brauchen wir Reformen in der Arbeitswelt, die ‚altersgerecht‘ gestaltet werden muss und der Jugendkult aus den Personalbüros gehört vertrieben!“

Finanzierung durch Wertschöpfungsabgabe

Blecha: „Wir Pensionistenvertreter sind keine Blockierer. Ganz im Gegenteil! Wir sind sehr für Reformen. Zum Beispiel zu einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis der sozialen Schutz-Systeme. Es können in einer Zeit der zunehmenden Rationalisierung und Digitalisierung die Pensionen, die Gesundheitsversorgung, das Arbeitslosengeld nicht ausschließlich von den Löhnen und Gehältern berechnet werden. Daher fordere ich die Einführung einer Wertschöpfungsabgabe. Roboter und Computer zahlen keine Beiträge. Diese Unternehmen mit meist nur wenig Beschäftigten haben aber eine hohe Wertschöpfung und hohe Gewinne. Daher muss die Finanzierungsbasis verbreitert werden und auch die Wertschöpfung der Unternehmen berücksichtigt werden“, so Blecha.

Der Pensionistenverband-Präsident abschließend: „Die heute von Raidl, Mazal und Co. präsentierten Pensionsvorschläge bedeuten enorme Pensionskürzungen und Altersarmut!“ (Schluss)

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GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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