- 25.01.2016, 09:52:37
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Jeder zweite Spitalsaufenthalt schmerzbedingt
15. Österreichische Schmerzwochen: Bei gutem Versorgungs-Standard hohe Zufriedenheit mit stationärer Schmerztherapie
Utl.: 15. Österreichische Schmerzwochen: Bei gutem
Versorgungs-Standard hohe Zufriedenheit mit stationärer
Schmerztherapie =
Wien, (OTS) - Schmerzen sind im Spitalsalltag stark präsent, viele
stationäre Aufnahmen gehen auf Schmerzen zurück, und die Patienten
sind mit der schmerztherapeutischen Betreuung in den untersuchten
Krankenhäusern zufrieden – auf chirurgischen Stationen mehr als auf
konservativen Abteilungen. Das sind einige zentrale Ergebnisse einer
aktuellen Erhebung unter Patienten des Wiener Wilhelminenspitals und
des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee, berichtet die Österreichische
Schmerzgesellschaft (ÖSG) aus Anlass der 15. Österreichischen
Schmerzwochen. „Dass die Zufriedenheit der Patienten mit der
stationären Schmerztherapie sehr hoch ist – 84,7 Prozent im
Wilhelminenspital und 89,1 Prozent im Klinikum Klagenfurt – hat
sicher auch damit zu tun, dass in diesen beiden Häusern dieser
Thematik besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird“, so ÖSG-Präsident
OA Dr. Wolfgang Jaksch (Wilhelminenspital), Erstautor der Studie.
„Das ist leider nicht in allen österreichischen Spitälern der Fall.“
„Dass bei etwa der Hälfte aller stationären Patienten der Schmerz an
sich der Grund für den Krankenhausaufenthalt ist, ist ein
alarmierender Befund“, beschreibt Dr. Jaksch ein Detailergebnis. „Die
spürbaren Versorgungsengpässe im ambulanten Sektor dürften also mit
ein Grund dafür sein, dass viele Betroffene auf der teuersten
Versorgungsebene landen und stationäre Hilfe benötigen.“
Ein anderer Befund der Untersuchung: Mit einer Prävalenz von 45,7
Prozent (Wilhelminenspital) bzw. 40,8 Prozent (Klinikum Klagenfurt am
Wörthersee) ist Schmerz ein sehr verbreiteter Faktor im stationären
Alltag. „Das zeigt auch klar, dass diesem Problem ausreichend
Krankenhaus-Ressourcen gewidmet werden sollten“, so Dr. Jaksch.
Während hinsichtlich der Häufigkeit von Schmerzen auf konservativen
oder chirurgischen Abteilungen kein Unterschied festgestellt werden
konnte, war in beiden untersuchten Krankenhäusern die aktuelle
Schmerzstärke in konservativen Abteilungen deutlich höher. „Das
unterstreicht wohl den guten Standard der postoperativen Versorgung
in den beiden Häusern, mit täglichen Visiten durch den
Akutschmerzdienst und die Anwendung internationaler Leitlinien. Umso
besorgniserregender ist es, dass in vielen Spitälern solche
Schmerzdienste gar nicht bestehen oder erfolgreiche Akutdienste
eingespart wurden, wie etwa im AKH Wien“, sagt Dr. Jaksch.
Das Ergebnis sei auch ein Anreiz für konservative Fächer, so der
ÖSG-Präsident, sich vermehrt mit dem Thema Schmerz zu befassen:
„Schmerzschulungen, die Festlegung von Zielen der Schmerztherapie und
die Umsetzung bestehender Leitlinien können helfen, die
Schmerztherapie zu verbessern.“
Weitere Details dazu und alle Medieninformationen zu den 15.
Österreichischen Schmerzwochen:
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