Jeder zweite Spitalsaufenthalt schmerzbedingt

15. Österreichische Schmerzwochen: Bei gutem Versorgungs-Standard hohe Zufriedenheit mit stationärer Schmerztherapie

Wien, (OTS) - Schmerzen sind im Spitalsalltag stark präsent, viele stationäre Aufnahmen gehen auf Schmerzen zurück, und die Patienten sind mit der schmerztherapeutischen Betreuung in den untersuchten Krankenhäusern zufrieden – auf chirurgischen Stationen mehr als auf konservativen Abteilungen. Das sind einige zentrale Ergebnisse einer aktuellen Erhebung unter Patienten des Wiener Wilhelminenspitals und des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee, berichtet die Österreichische Schmerzgesellschaft (ÖSG) aus Anlass der 15. Österreichischen Schmerzwochen. „Dass die Zufriedenheit der Patienten mit der stationären Schmerztherapie sehr hoch ist – 84,7 Prozent im Wilhelminenspital und 89,1 Prozent im Klinikum Klagenfurt – hat sicher auch damit zu tun, dass in diesen beiden Häusern dieser Thematik besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird“, so ÖSG-Präsident OA Dr. Wolfgang Jaksch (Wilhelminenspital), Erstautor der Studie. „Das ist leider nicht in allen österreichischen Spitälern der Fall.“

„Dass bei etwa der Hälfte aller stationären Patienten der Schmerz an sich der Grund für den Krankenhausaufenthalt ist, ist ein alarmierender Befund“, beschreibt Dr. Jaksch ein Detailergebnis. „Die spürbaren Versorgungsengpässe im ambulanten Sektor dürften also mit ein Grund dafür sein, dass viele Betroffene auf der teuersten Versorgungsebene landen und stationäre Hilfe benötigen.“

Ein anderer Befund der Untersuchung: Mit einer Prävalenz von 45,7 Prozent (Wilhelminenspital) bzw. 40,8 Prozent (Klinikum Klagenfurt am Wörthersee) ist Schmerz ein sehr verbreiteter Faktor im stationären Alltag. „Das zeigt auch klar, dass diesem Problem ausreichend Krankenhaus-Ressourcen gewidmet werden sollten“, so Dr. Jaksch.

Während hinsichtlich der Häufigkeit von Schmerzen auf konservativen oder chirurgischen Abteilungen kein Unterschied festgestellt werden konnte, war in beiden untersuchten Krankenhäusern die aktuelle Schmerzstärke in konservativen Abteilungen deutlich höher. „Das unterstreicht wohl den guten Standard der postoperativen Versorgung in den beiden Häusern, mit täglichen Visiten durch den Akutschmerzdienst und die Anwendung internationaler Leitlinien. Umso besorgniserregender ist es, dass in vielen Spitälern solche Schmerzdienste gar nicht bestehen oder erfolgreiche Akutdienste eingespart wurden, wie etwa im AKH Wien“, sagt Dr. Jaksch.

Das Ergebnis sei auch ein Anreiz für konservative Fächer, so der ÖSG-Präsident, sich vermehrt mit dem Thema Schmerz zu befassen:
„Schmerzschulungen, die Festlegung von Zielen der Schmerztherapie und die Umsetzung bestehender Leitlinien können helfen, die Schmerztherapie zu verbessern.“

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