• 22.01.2016, 10:33:34
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OMV startet riskante Ölbohrungen in der Arktis nahe Naturschutzgebiet

Greenpeace protestiert mit riesigem Ölteppich bei OMV-Tankstelle in Wien

Utl.: Greenpeace protestiert mit riesigem Ölteppich bei
OMV-Tankstelle in Wien =

Wien/Barentssee (OTS) - Der österreichische Mineralölkonzern OMV hat
gestern laut eigenen Angaben begonnen in der Arktis - unweit eines
Naturschutzgebietes - nach Öl zu bohren. Anlässlich dieser
Entwicklung installierten heute rund 30 Greenpeace-AktivistInnen auf
einer OMV-Tankstelle in der Wiener Muthgasse einen symbolischen
Ölteppich. Die Botschaft der Umweltschützer an den Ölkonzern lautet:
„OMV, raus aus der Arktis“.

„Heute ist ein schwarzer Freitag für die Arktis. Ungeachtet des hohen
Risikos für Umwelt, Tier und Mensch steht für die OMV in Wahrheit nur
der Profit im Vordergrund“, betont Adam Pawloff, Klima- und
Energiesprecher bei Greenpeace in Österreich: „Wir fordern den
Ölmulti auf, Verantwortung zu zeigen und die Notbremse zu ziehen. Die
OMV muss ihre Ölbohrungen in der Arktis sofort und für immer auf Eis
legen.“

Der symbolische Ölteppich, der die OMV-Tankstelle bedeckt, soll die
drohende Gefahr für die Arktis widerspiegeln: Denn bei einem Ölunfall
über dem sogenannten Hoop-Ölfeld in der norwegischen Barentssee ist
es aufgrund des derzeit vorherrschenden arktischen Winters kaum
möglich das Ausbreiten einer Ölpest zu stoppen. Zudem befindet sich
das Ölfeld nur knapp 180 Kilometer vom Naturschutzgebiet Bäreninsel
entfernt, das neben einer der größten Vogelkolonien der nördlichen
Hemisphäre auch zahlreiche Säugetiere wie Eisbären, Robben oder Wale
beheimatet. Weniger als sechs Tage würde es laut dem norwegischen
Energiekonzern Statoil dauern, bis ein Ölunfall auf dem Hoop-Ölfeld
die Bäreninsel erreicht.

„Das nahgelegene Naturschutzgebiet Bäreninsel wäre von einem Ölunfall
als erstes betroffen. Die OMV muss die Ölbohrungen in der Arktis
stoppen und sich aus dem Gebiet gänzlich zurückziehen - zum Schutze
des Klimas und der Umwelt. Selbst die OMV kann eine Ölkatastrophe
nicht gänzlich ausschließen“, weiß Pawloff. Erst vor knapp einem Jahr
hat der Konzern einen Ölunfall vor der Küste Neuseelands verursacht.

Ein weiterer Stein des Anstoßes ist für Greenpeace die aktuelle
Entwicklung der Firmenpolitik der OMV. Lautete vor wenigen Jahren der
Werbeslogan des Ölkonzerns noch „Österreicher mit Verantwortung“, so
hat sich die OMV aus Sicht der Umweltorganisation nicht nur von
dieser Werbebotschaft verabschiedet. „Während die internationale
Staatengemeinschaft bei der Pariser Klimakonferenz das Ende des
fossilen Energiezeitalters eingeläutet hat, entwickelt sich die OMV
zurück zum fossilen Dinosaurier“, so Pawloff abschließend.

Link zur Greenpeace Kampagne zum Schutz der Arktis:
https://www.savethearctic.org/de-AT

Bildmaterial
finden Sie unter http://bit.ly/1RBh8cb
Dieses steht ab 11.30 unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen
Nutzung kostenlos zur Verfügung
(© Greenpeace / Georg Mayer)

Videomaterial
Finden Sie unter https://vimeo.com/152299565
Dieses steht ab 12.00 unter Angabe der Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung
(© Greenpeace)

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