Bundesjugendvertretung enttäuscht über Ergebnisse des Asylgipfels

Chance auf positive Veränderung vertan

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) zeigt sich enttäuscht über die Ergebnisse des heutigen Asylgipfels. Laura Schoch, Vorsitzende der BJV, dazu: „Leider wurde wieder einmal eine Chance vertan, die Situation für junge Flüchtlinge zu verbessern. Anstatt legale Einreisemöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen, werden die Schikanen immer größer und immer mehr Menschen in illegale und somit gefährliche – und zwar lebensgefährliche – Fluchtumstände gedrängt. Die Konsequenzen von einem sogenannten "Richtwert" werden nicht weniger flüchtende Männer, Frauen und Kinder sein, sondern mehr Menschen, die auf ihrem Weg nach Europa ums Leben kommen. Die Regierung hat damit de facto mit beschlossen, dass sie von Kinder-und Menschenrechten wenig hält. Das ist tragisch.“

Außerdem weist Schoch auf die tausenden Flüchtlinge, auch Kinder und Jugendliche, hin, die bereits in Österreich sind und teilweise unter misslichen Umständen leben: „Scheinbar wird immer auf die Menschen vergessen, die schon hier sind. Sie leben und schlafen teilweise in Massenunterkünften. Sie leiden unter zu wenig Betreuung, zu langen Asylverfahren und haben zu wenige Möglichkeiten für Ausbildung, Beschäftigung und Freizeit. Hier muss sich rasch etwas ändern! Und die Einführung des „Asyl auf Zeit“ verstärkt diese Perspektivlosigkeit noch. Wie soll sich ein Mensch ein Leben hier aufbauen, wenn er praktisch jederzeit wieder weggeschickt werden kann? So kann Integration nicht gelingen!“

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