• 15.01.2016, 10:10:43
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  • OTS0042 OTW0042

KV-Verhandlungen für privaten Sozial- und Gesundheitsbereich abgeschlossen

vida und GPA-djp: Vertretbare Einkommenserhöhungen und umfangreiches Rahmenrechtspaket erreicht

Utl.: vida und GPA-djp: Vertretbare Einkommenserhöhungen und
umfangreiches Rahmenrechtspaket erreicht =

Wien (OTS) - In den frühen Morgenstunden des 15. Jänner konnten die
Kollektivvertragsverhandlungen für die Sozialwirtschaft Österreich
(vormals BAGS) erfolgreich abgeschlossen werden. Die Löhne und
Gehälter steigen mit 1. Februar 2016 um 1,35 Prozent. Zudem haben die
Gewerkschaften vida und GPA-djp umfangreiche Verbesserungen im
Rahmenrecht erreicht.+++++

Konkret werden alle KV-Löhne und -Gehälter, sowie Ist-Löhne und
Ist-Gehälter, alle Zulagen, die Lehrlingsentschädigungen, das Entgelt
für TransitmitarbeiterInnen, sowie die alten Lohn- und
Gehaltstabellen um 1,35 Prozent angehoben. „Von dieser Erhöhung
profitieren mehr als 100.000 Beschäftigte im privaten Gesundheits-
und Sozialbereich. Außerdem sind uns viele Verbesserungen im
Rahmenrecht gelungen“, so Michaela Guglberger,
vida-Fachbereichssekretärin für Soziale Dienste und Reinhard
Bödenauer, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter der GPA-djp.

Die rahmenrechtlichen Änderungen im Detail:

+ Für Tagesmütter und -väter gibt es künftig Triennien statt
Quinquennien

+ Die Rufbereitschaftszulage wird um 5,6 Prozent erhöht

+ Die SEG-Zulage (Schmutz, Erschwernis, Gefahr) ist künftig für alle
Beschäftigten gleich hoch. Bisher war diese Zulage für Beschäftigte
in den unteren Verwendungsgruppen deutlich niedriger, dieser niedrige
Satz wird nun gestrichen

+ Künftig gibt es nicht nur in Kindergärten sondern auch in anderen
Kinderbetreuungseinrichtungen eine Leitungszulage

+ Für die Berufsgruppe der Schulassistenz konnte die Arbeitszeit klar
geregelt werden. Ab dem kommenden Schuljahr muss eine Einstufung
mindestens in der Verwendungsgruppe 4 erfolgen.

„Die Einkommenssprünge für Tagesmütter und -väter alle drei Jahre
statt alle fünf Jahre führen zu einer wesentlichen Verbesserung der
Einkommen, wovon in diesem Bereich größtenteils Frauen profitieren“,
so Reinhard Bödenauer. „Enttäuschend aus Sicht der ArbeitnehmerInnen
ist, dass die Arbeitgeber bei diesen Verhandlungen nicht bereit
waren, die Regelungen für geteilte Dienste zu verbessern und für
mehr Dienstplanstabilität zu sorgen“, kritisiert Michaela Guglberger.
„Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, die Arbeitsbedingungen im
privaten Gesundheits- und Sozialbereich im Sinne der Beschäftigten
besser zu gestalten.“

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