- 30.12.2015, 12:06:45
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Wirtschaftskammer zu Einkommensberichten: Weitere bürokratische Hürden für Betriebe kommen nicht in Frage
WKÖ-Gleitsmann: Verschärfungen bei Einkommensberichten erhöhen nicht das Einkommen von Frauen, sondern führen nur zu noch mehr Belastungen
Utl.: WKÖ-Gleitsmann: Verschärfungen bei Einkommensberichten erhöhen
nicht das Einkommen von Frauen, sondern führen nur zu noch
mehr Belastungen =
Wien (OTS) - „Angesichts der nach wie vor fragilen
Wirtschaftsentwicklung und einer anhaltend schwierigen Situation am
Arbeitsmarkt ist es unvertretbar, die Betriebe mit noch mehr
bürokratischen Auflagen zu quälen. Entlastung statt noch mehr
Belastung ist angesagt“, hält Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung
Sozialpolitik und Gesundheit in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), fest und erteilt damit der Forderung von Bundesministerin
Gabriele Heinisch-Hosek nach Verschärfungen bei Einkommensberichten
eine klare Absage.
Die von der Bundesministerin durchgeführte Evaluierung und der
jüngste Bericht des Sozialministeriums zur Einkommensverteilung in
Österreich zeigen klar, dass etwaige Einkommensunterschiede nicht auf
Diskriminierungen oder mangelnde Transparenz zurückzuführen sind,
sondern auf eine Vielzahl anderer Gründe. Das sind insbesondere die
Berufswahl, Branche, Tätigkeit, Vorerfahrung oder
Karriereunterbrechungen. Verschärfungen würden nur zu noch mehr
Belastungen für Betriebe führen, „in der Sache aber nichts bringen“,
so Gleitsmann.
Rascheres Anheben des Frauenpensionsalters wichtiger
Unverständlich sei auch, „warum man auf der einen Seite die
Beseitigung von Benachteiligungen von Frauen fordert, aber auf der
anderen Seite wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der Situation
von Frauen kategorisch ablehnt“, stellt Gleitsmann zur Weigerung der
Ministerin fest, das Frauenpensionsalter vorzeitig anzuheben. Dass
Frauen deutlich früher als Männer in Pension gehen und damit aus dem
Erwerbsleben aussteigen führt dazu, dass sie die einkommensbesten
Jahre verlieren, die ja meist am Ende des Berufslebens kommen.
„Um die Einkommenssituation von Frauen tatsächlich und auch
nachhaltig zu verbessern sind nicht weitere Belastungen für Betriebe,
sondern der Abbau von Stereotypen bei der Berufswahl, das gezielte
Ermutigen von Frauen zur Karriere und der Ausbau des Angebots an
Kinderbetreuungsmöglichkeiten notwendig“, betont Gleitsmann
abschließend. (PWK1017/SR)
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