Letzte Chance für den Einstieg in eine neue Dynamik

WKS-Präsident Konrad Steindl: Mehr Fairness gegenüber Unternehmen – 2016 Bürokratie-Bremsklötze entfernen, Investitionen anregen, Standort erneuern

Salzburg (OTS) - „Noch ein Jahr der Stagnation, der sinkenden Investitionen und der steigenden Arbeitslosigkeit, noch ein Jahr, in dem Österreich bestenfalls EU-Durchschnitt ist - das kann sich der Wirtschaftsstandort Österreich nicht mehr leisten!“, warnt WKS-Präsident Konrad Steindl zum Jahreswechsel. Er ortet, neben fehlenden Reformen, eine weitere klare Ursache für den Dynamikverlust: „Wie wenig wertschätzend in Österreich mit Unternehmen umgegangen wird, erzeugt längst negative wirtschaftliche Effekte. Mit jeder neuen Bürokratiebelastung steigen in den Unternehmen die Kosten für deren Bewältigung – Mittel, die bei notwendigen Investitionen fehlen. Mit jeder Verfahrensverzögerung verschieben sich wichtige Investitionen, mit jeder Strafschikane wird die unternehmerische Initiative frustriert. Viele in der Politik und leider auch so mancher Sozialpartner haben in den vergangenen Jahren ein unternehmerfeindliches Klima geschaffen, das nur noch blockiert und Zukunftsinvestitionen behindert.“
Kulturwechsel notwendig: Weg von der Wirtschaftsbehinderung! Notwendig ist daher ein deutlicher Gesinnungswandel weg von der grassierenden Wirtschaftsfeindlichkeit hin zu einem neuen Verständnis in Politik und Gesellschaft für Standort, Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmensnotwendigkeiten. Salzburgs Wirtschaftskammerpräsident Steindl fordert daher einmal mehr Gerechtigkeit und Fairness gegenüber den Unternehmen. „Nur sie schaffen Arbeitsplätze und ermöglichen den Sozialstaat. Die Unternehmen müssen wieder Vertrauen schöpfen können, dass ihre Leistungen anerkannt werden. Und sie brauchen eine wirtschaftliche Perspektive!“
WKS-Präsident Steindl fasst die Notwendigkeiten des Jahres 2016 in klaren Forderungen zusammen:
- Fortsetzung des positiven Weges der Lohnnebenkostensenkung durch Evaluierung des Sozialsystems: die Arbeitskostenbelastung muss noch deutlich niedriger werden, da der Standort im internationalen Wettbewerb sonst nicht mehr mithalten kann.
- Vereinfachung der Lohnverrechnung durch eine Pauschalabgabe pro Dienstnehmer an eine zentrale Stelle.
- Unabdingbar sind flexiblere Arbeitszeiten, höhere Durchrechnungszeiträume, weniger Kontrollschikanen.
- Sofortige Reparatur des Lohn- und Sozialdumping-Gesetzes, dass nur österreichische Unternehmen schädigt, die alles andere als Sozialdumping betreiben.
- Endlich Rechtssicherheit bei der sozialversicherungsrechtlichen Abgrenzung von Selbst-ständigen/Unselbstständigen!
- Sofortige Evaluierung der „Straf-Unkultur“ gegenüber Firmen:
Kumulierung von Strafen abschaffen, existenzgefährdende Strafausmaße senken, überzogene Kontrollen gesetzlich einschränken.
- Kaufkraftstärkung ist gut, Investitionen der Betriebe fördern aber besser: Notwendig ist eine Investitons(zuwachs)prämie, ein Beteiligungsfreibetrag und die Fortführung des Handwerkerbonus.
- Endlich Verfahrensbeschleunigung verwirklichen: die „Verfahrenscoaches“ der WKS zeigen, dass es enorme Vereinfachungs-und Beschleunigungsmöglichkeiten gibt!
Österreich leiste sich schon viel zu lange zu viele „Bremsklötze“ zu Lasten der Zukunftssicherung. 2016 darf daher der Schwerpunkt der Politik nicht noch mehr Sozialkonsum und Bürokratie-Wachstum heißen, sondern muss eindeutig auf Standortpolitik und mehr Wachstumsdynamik liegen, insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Kosten der Flüchtlingskrise. „Wenn Ölpreise und Zinsen wieder steigen, ist es zu spät dafür, den Standort zu stärken und den heimischen Unternehmen eine neue Dynamik zu ermöglichen. 2016 ist aus meiner Sicht die letzte Chance, dies aus eigener Kraft zu schaffen. Sonst kann sich die Politik darauf einrichten, nur mehr den sich beschleunigenden Abstieg zu verwalten!“

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