- 30.12.2015, 11:21:40
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Letzte Chance für den Einstieg in eine neue Dynamik
WKS-Präsident Konrad Steindl: Mehr Fairness gegenüber Unternehmen – 2016 Bürokratie-Bremsklötze entfernen, Investitionen anregen, Standort erneuern
Utl.: WKS-Präsident Konrad Steindl: Mehr Fairness gegenüber
Unternehmen – 2016 Bürokratie-Bremsklötze entfernen,
Investitionen anregen, Standort erneuern =
Salzburg (OTS) - „Noch ein Jahr der Stagnation, der sinkenden
Investitionen und der steigenden Arbeitslosigkeit, noch ein Jahr, in
dem Österreich bestenfalls EU-Durchschnitt ist - das kann sich der
Wirtschaftsstandort Österreich nicht mehr leisten!“, warnt
WKS-Präsident Konrad Steindl zum Jahreswechsel. Er ortet, neben
fehlenden Reformen, eine weitere klare Ursache für den
Dynamikverlust: „Wie wenig wertschätzend in Österreich mit
Unternehmen umgegangen wird, erzeugt längst negative wirtschaftliche
Effekte. Mit jeder neuen Bürokratiebelastung steigen in den
Unternehmen die Kosten für deren Bewältigung – Mittel, die bei
notwendigen Investitionen fehlen. Mit jeder Verfahrensverzögerung
verschieben sich wichtige Investitionen, mit jeder Strafschikane wird
die unternehmerische Initiative frustriert. Viele in der Politik und
leider auch so mancher Sozialpartner haben in den vergangenen Jahren
ein unternehmerfeindliches Klima geschaffen, das nur noch blockiert
und Zukunftsinvestitionen behindert.“
Kulturwechsel notwendig: Weg von der Wirtschaftsbehinderung!
Notwendig ist daher ein deutlicher Gesinnungswandel weg von der
grassierenden Wirtschaftsfeindlichkeit hin zu einem neuen Verständnis
in Politik und Gesellschaft für Standort, Wettbewerbsfähigkeit und
Unternehmensnotwendigkeiten. Salzburgs Wirtschaftskammerpräsident
Steindl fordert daher einmal mehr Gerechtigkeit und Fairness
gegenüber den Unternehmen. „Nur sie schaffen Arbeitsplätze und
ermöglichen den Sozialstaat. Die Unternehmen müssen wieder Vertrauen
schöpfen können, dass ihre Leistungen anerkannt werden. Und sie
brauchen eine wirtschaftliche Perspektive!“
WKS-Präsident Steindl fasst die Notwendigkeiten des Jahres 2016 in
klaren Forderungen zusammen:
- Fortsetzung des positiven Weges der Lohnnebenkostensenkung durch
Evaluierung des Sozialsystems: die Arbeitskostenbelastung muss noch
deutlich niedriger werden, da der Standort im internationalen
Wettbewerb sonst nicht mehr mithalten kann.
- Vereinfachung der Lohnverrechnung durch eine Pauschalabgabe pro
Dienstnehmer an eine zentrale Stelle.
- Unabdingbar sind flexiblere Arbeitszeiten, höhere
Durchrechnungszeiträume, weniger Kontrollschikanen.
- Sofortige Reparatur des Lohn- und Sozialdumping-Gesetzes, dass nur
österreichische Unternehmen schädigt, die alles andere als
Sozialdumping betreiben.
- Endlich Rechtssicherheit bei der sozialversicherungsrechtlichen
Abgrenzung von Selbst-ständigen/Unselbstständigen!
- Sofortige Evaluierung der „Straf-Unkultur“ gegenüber Firmen:
Kumulierung von Strafen abschaffen, existenzgefährdende Strafausmaße
senken, überzogene Kontrollen gesetzlich einschränken.
- Kaufkraftstärkung ist gut, Investitionen der Betriebe fördern aber
besser: Notwendig ist eine Investitons(zuwachs)prämie, ein
Beteiligungsfreibetrag und die Fortführung des Handwerkerbonus.
- Endlich Verfahrensbeschleunigung verwirklichen: die
„Verfahrenscoaches“ der WKS zeigen, dass es enorme Vereinfachungs-
und Beschleunigungsmöglichkeiten gibt!
Österreich leiste sich schon viel zu lange zu viele „Bremsklötze“
zu Lasten der Zukunftssicherung. 2016 darf daher der Schwerpunkt der
Politik nicht noch mehr Sozialkonsum und Bürokratie-Wachstum heißen,
sondern muss eindeutig auf Standortpolitik und mehr Wachstumsdynamik
liegen, insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Kosten der
Flüchtlingskrise. „Wenn Ölpreise und Zinsen wieder steigen, ist es zu
spät dafür, den Standort zu stärken und den heimischen Unternehmen
eine neue Dynamik zu ermöglichen. 2016 ist aus meiner Sicht die
letzte Chance, dies aus eigener Kraft zu schaffen. Sonst kann sich
die Politik darauf einrichten, nur mehr den sich beschleunigenden
Abstieg zu verwalten!“
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