- 28.12.2015, 10:02:24
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Kärnten arbeitet an Leitbild für Integration
LH Kaiser: Verständnis schaffen, Respekt einfordern und Fundament für bunte sich gegenseitig ergänzende Gesellschaft schaffen - Schon vieles erreicht - Es gibt noch Handlungsbedarf
Utl.: LH Kaiser: Verständnis schaffen, Respekt einfordern und
Fundament für bunte sich gegenseitig ergänzende Gesellschaft
schaffen - Schon vieles erreicht - Es gibt noch
Handlungsbedarf =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Integration ist aktuell und im Zusammenhang
mit der aktuellen Flüchtlingsbewegung ein oft ausgesprochenes
Schlagwort. In Kärnten wird seit einem knappen Jahr im Auftrag von
Landeshauptmann Flüchtlings- und Integrationsreferent Peter Kaiser an
einem eigenen Integrationsleitbild gearbeitet. Nach den ersten
Ergebnissen, die in zahlreichen Regionalveranstaltungen, Workshops
und Sitzungen unter Miteinbeziehung der Bevölkerung und Experten,
erarbeitet wurden, steht fest: Es gibt in Kärnten viel
Handlungsbedarf rund um das Thema Integration.
„Wir müssen den Zuzug von Menschen aus anderen Ländern in
geordneten Bahnen koordinieren und natürlich auch durch europäische
und international zu ergreifende Maßnahmen entsprechend beschränken.
Jedoch wäre es fatal und würde uns keinen Schritt weiter bringen, den
Kopf in den Sand zu stecken oder die Augen vor der Realität zu
verschließen. Vielmehr muss eine verantwortungsvolle Politik alles
tun, um aufzuklären, zu informieren und einen geordneten Zuzug als
Chance für Kärnten begreifen und nutzen. Dafür braucht es eine von
allen Seiten mitgetragene Integrationskultur“, beschreibt Kaiser Ziel
und Erwartung an das Integrationsleitbild. Ziel sei es, in einem
Zeitrahmen von maximal zwei Jahren ein Integrationskonzept zu
erarbeiten, mit sich möglichst viele Menschen identifizieren können,
das auch umsetzbar ist und längerfristig Grundlage für ein
gelingendes Miteinander in Vielfalt sein soll.
Mittlerweile wurden in insgesamt 18 Arbeitskreissitzungen
verschiedene Handlungsfelder von den TeilnehmerInnen und
ModeratorInnen bearbeitet. Diskutiert wurde über den jeweiligen
Handlungsbedarf, die Herausforderungen aber auch über die Chancen.
Dazu fand im Juni unter dem Titel „Gemeinsam in Kärnten“ die erste
Integrationskonferenz statt. Mehr als 130 interessierte und
engagierte Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus Politik,
Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft, NGOs, Religionsgemeinschaften
und der Kärntner Zivilgesellschaft folgten der Einladung und arbeiten
seither an diesem breit und partizipativ angelegten Prozess mit.
Parallel dazu startete im September die erste Reihe der
Regionalveranstaltungen in allen Bezirken Kärntens. Auf dem Programm
standen dabei neben der Präsentation des Status quo und einem Input
zur Zuwanderung und Integration, auch eine Podiumsdiskussion mit
ExpertInnen und RepräsentatInnen der Regionen. Im Zuge dieser
Zusammentreffen konnten über 400 Bürgerinnen und Bürger erreicht
werden.
Der ExpertInnenrat will sich künftig folgenden Themen verstärkt
widmen: Sensibilisierung der Gesamtbevölkerung, flächendeckender
Deutschunterricht/Deutsch als Voraussetzung für Integration,
Schaffung einer Willkommenskultur, „Integrationsnetzwerk Kärnten“ als
Koordinations- und Beratungsstelle, Orte und Möglichkeiten der
Begegnung schaffen, gleichberechtigte Teilhabemöglichkeiten für
ZuwanderInnen und die Verantwortung der Medien in Erinnerung rufen.
Die bisherigen Ergebnisse und alle folgenden sind auf der Homepage
des Landes www.ktn.gv.at/311483_DE-Fluechtlingswesen-Integration
sowie auf Facebook www.facebook.com/integration.kaernten/ zu finden.
Dort stehen auch alle Protokolle, Fotodokumentationen sowie die
erarbeitete Integrationslandkarte Kärnten zur Verfügung.
Kontakt:
Mag.a Nadine Ruthardt
Integration
AMT DER KÄRNTNER LANDESREGIERUNG
Abteilung 1 – Landesamtsdirektion
Flüchtlingswesen und Integration
(Schluss)
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