- 27.12.2015, 10:00:01
- /
- OTS0006 OTW0006
E-Wirtschaft hat schwieriges Jahr 2015 gut bewältigt
Preisverfall an den Börsen, steigende Importe und zunehmende Netzbelastung
Utl.: Preisverfall an den Börsen, steigende Importe und zunehmende
Netzbelastung =
Wien (OTS) - Oesterreichs E-Wirtschaft hat im zu Ende gehenden Jahr
2015 trotz eines schwierigen Umfelds erfolgreich und kundenorientiert
agiert. „Alle negativen Trends der vergangenen Jahre haben sich
nahtlos auch 2015 fortgesetzt“, erklärt Barbara Schmidt,
Generalsekretärin von Oesterreichs Energie im Rückblick. Österreichs
E-Wirtschaft biete ihren Kunden weiterhin konkurrenzfähige Preise und
höchste Versorgungssicherheit.
Der Stromverbrauch in Österreich wird 2015 nach bisherigen Zahlen
voraussichtlich stagnieren und bei etwa 65 Milliarden Kilowattstunden
liegen. Zusätzlich werden 2015 aufgrund der Preisentwicklung an den
Märkten nach aktuellen Hochrechnungen rund 9,5 Milliarden
Kilowattstunden Netto-Stromimporte anfallen, das sind 14 bis 15
Prozent des Inlandsstromverbrauchs. Schmidt: „Weil inzwischen jede
siebente Kilowattstunde aus dem Import stammt, entgehen der
E-Wirtschaft und Österreichs Volkswirtschaft wichtige Wertschöpfung,
was sich auch nachteilig auf die Beschäftigungslage und die
Investitionskraft in der E-Wirtschaft auswirkt.“ Im Verlauf eines
Jahres sind die Strompreise an der EEX von 33,40 Euro pro
Megawattstunde (3,34 Cent pro Kilowattstunde) auf 28,10 Euro pro
Megawattstunde gesunken.
Starke Lastschwankungen erfordern Systemumbau
Die Höchstlast im österreichischen Netz wurde 2015 am 18. Februar mit
9797,5 MW gemessen, die Niedrigstlast stellte sich am 19. August mit
4881,3 MW ein. Die gesamte installierte Leistung betrug Ende 2014 in
Österreich 24.224 MW. Davon entfielen 13.568 MW auf Wasserkraftwerke,
6807 MW auf fossil betriebene Kraftwerke, 513 MW auf biogene
Brennstoffe und bereits 2697 auf Windkraftwerke, Photovoltaik und
Geothermie. Schmidt: „Mit den bereits bekannten Projekten in diesen
Sektoren und den erwarteten Wachstumsraten bei Photovoltaik in
Privathaushalten sind immer mehr Tage zu erwarten, an denen diese
Ökostromanlagen und Importe nahezu den gesamten Bedarf abdecken. Umso
wichtiger ist es daher, dass Speicherausbau, Netzausbau und der
Aufbau smarter Systeme hier Schritt halten.“ Empowering Austria, die
Stromstrategie von Oesterreichs Energie zeigt zudem Wege auf, „die
wieder mehr Österreich ins Stromnetz bringen sollen“.
Strompreisindices auf niedrigem Stand
Stromkunden profitieren aktuell stark von der Entwicklung auf den
Märkten. Die Preise für Haushaltsstrom sind inzwischen wieder auf dem
Niveau des Jahres 2008 angelangt, was einem Rückgang um rund 14
Prozent seit 2012 entspricht. Die Strompreise für Gewerbebetriebe und
Industrie liegen aktuell um mindestens fünf Prozent unter den Werten
von 2008. Schmidt: Das zeigt auch die aktuelle Preiserhebung der
europäischen Statistikbehörde Eurostat, bei der Österreich zu den
günstigsten Ländern der EU14 mit Ausnahme der Atomstromproduzenten
gehört. Schmidt: „Diese Position zu halten und im kommenden Jahr die
Effizienzbemühungen fortzusetzen, sowie die Grundsteine für die
Energieversorgung der Zukunft zu legen, werden die zentralen Aufgaben
der Österreichischen E-Wirtschaft 2016 sein.“
Über Oesterreichs Energie
Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten
Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und
Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir
eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen
und informieren die Öffentlichkeit über Themen der
Elektrizitätsbranche.
Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000
Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und
betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die
Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte
2013 rund 65 Milliarden Kilowattstunden, davon 65 Prozent aus
nachhaltiger Wasserkraft.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVE






