- 22.12.2015, 12:30:41
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Neues Programm „Top Citizen Science“ des FWF und des OeAD startet auf Initiative des BMWFW
Citizen Science fördert Bürgerbeteiligung in der Wissenschaft - Ziel ist die aktive Einbindung in Forschungsprojekte
Auf Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) schreibt der Wissenschaftsfonds FWF gemeinsam mit dem Österreichischen Austauschdienst OeAD das Programm „Top Citizen Science“ aus. Das Programm dient der Finanzierung von Erweiterungsprojekten zu bestehenden FWF- bzw. Sparkling-Science-Projekten. Insgesamt stehen 500.000 Euro zur Verfügung – je Schiene jeweils 250.000 Euro, wobei pro Projekt maximal 50.000 Euro genehmigt werden. Ziel der Initiative ist die aktive Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern und die Nutzung ihres Wissens, ihrer Ressourcen und ihres Engagements für wissenschaftliche Forschung und wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.
„Bürgerbeteiligung ist auch in der Wissenschaft Gebot der Stunde. Das Wissenschaftssystem hat enormes Potenzial, wenn es den Open-Innovation-Ansatz verfolgt. Der aktive Schritt hin zur Bevölkerung schafft neue Perspektiven und damit einen wesentlichen Mehrwert für uns alle“, betont Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner.
Die Einbindung kann – abhängig von der Expertise und/oder des Engagements bzw. der eingebrachten Ressourcen der BürgerInnen – in verschiedenen Phasen der Planung und der Durchführung eines Forschungsprojektes auf unterschiedliche Weise erfolgen:
- Crowdsourcing: Einbindung in die Datengewinnung und/oder -verarbeitung
- Distributed Intelligence: Einbindung in die Datenanalyse und -Interpretation
- Participatory Science: Einbindung in die Weiterentwicklung von Methoden, Instrumenten und/oder Produkten
- Collaborative Science: Einbindung in Problemdefinition, Entwicklung von Forschungsfragen und/oder Qualitätskriterien
„Bürgerorientierte Wissenschaft begegnet den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe, erklärt, lässt mitreden und mitgestalten. Das führt langfristig zu noch besseren Ergebnissen und sorgt dafür, dass Wissenschaft in der Bevölkerung ankommt“, unterstreicht Staatssekretär Harald Mahrer.
„Erfolgreiche Wissenschaft und Forschung findet heute in Teams und nicht mehr im Elfenbeinturm statt“, so FWF-Interimspräsidentin Christine Mannhalter zum Start der Programmausschreibung, und weiter: „Durch die aktive Einbindung interessierter Personen in ein Forschungsprojekt kann das Programm Citizen Science Bürgerinnen und Bürger näher an die Grundlagenforschung heranführen und das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Grundlagenforschung zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft schaffen bzw. schärfen.“
„Schüler/innen schon früh in die Arbeit der Forscherinnen und Forscher einzubinden, ist ein zentrales Anliegen des Forschungsprogramms Sparkling Science, das wir seit 2007 in der OeAD-GmbH erfolgreich betreuen“, sagt Stefan Zotti, stellvertretender Geschäftsführer des OeAD. „Diesen Auftrag auf die breite Bevölkerung auszuweiten, sehen wir als natürlichen nächsten Schritt, den wir mit vollem Einsatz begleiten wollen.“
Die Ausschreibung „Top Citizen Science“ ist bis zum 29. Februar 2016 geöffnet. Die Förderentscheidungen sind für Juni 2016 geplant. Details zu den Programmschienen beim FWF und dem OeAD, Antragsrichtlinien sowie Antragsformulare finden sich auf den jeweiligen Websites (http://www.fwf.ac.at/ bzw. http://centerforcitizenscience.at/).
FWF-Project Finder
http://pf.fwf.ac.at/de/wissenschaft-konkret/project-finder
Sparkling Science Projektübersicht
http://www.sparklingscience.at/de/projects/ueberblick.html
Rückfragen & Kontakt
Eduard Posch
Pressesprecher des Staatssekretärs
Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
+43 1 711 00 – 2650
+43 664 524 8173
[email protected]
Marc Seumenicht
FWF, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation
+43 1 505 67 40 – 8111
+43 664 85 88 797
[email protected]
Rita Michlits
OeAD, Pressesprecherin
+43 1 534 08 – 261
+43 664 887 35 941
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