• 22.12.2015, 09:30:04
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Mehr Programme, mehr HDTV: Digitales Antennenfernsehen wird ab Herbst 2016 endgültig auf DVB-T2 umgerüstet

Medienbehörde KommAustria erteilt neue Betriebszulassung für älteste DVB-T-Frequenzen

Utl.: Medienbehörde KommAustria erteilt neue Betriebszulassung für
älteste DVB-T-Frequenzen =

Wien (OTS) - Bis spätestens Februar 2019, nach derzeitigen Planungen
aber schon im dritten Quartal 2017, wird die Übertragung der
ORF-Fernsehprogramme auch auf den ältesten, nationalen Frequenzen des
digitalen Antennenfernsehens vollständig von DVB-T auf die modernere
und deutlich leistungsfähigere Technik DVB-T2 umgestellt und für 98 %
der Bevölkerung zu empfangen sein. Für alle weiteren nationalen
privaten Programme des digitalen Antennenfernsehens ist die
Umstellung bis spätestens August 2019 abzuschließen. Das ist der
wesentliche Eckpunkt eines jetzt rechtskräftigen Bescheides der
Medienbehörde KommAustria, die damit die Betriebszulassung für die so
genannte Multiplex-Plattform A/B an die Österreichische
Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) vergibt. Die Zulassung gilt für den
Zeitraum 2. August 2016 bis 2. August 2026.

Damit wird nach zehn Jahren die Zulassung für jene zwei
bundesweiten Frequenzbedeckungen neu erteilt, auf denen im Jahr 2006
das digitale Antennenfernsehen in Österreich eingeführt wurde.
Seither wurden darüber die öffentlich-rechtlichen und die nationalen
Privatfernsehprogramme mit einfacher Bildauflösung (SD) verbreitet.
Nach der Umstellung auf DVB-T2 werden sämtliche ORF-Programme, sowie
ATV und ServusTV in HD-Auflösung angeboten. Neu hinzu kommt ATV II,
das aber wie weiterhin PULS 4 in SD-Qualität übertragen wird.
Außerdem neu, aber kostenpflichtig im Rahmen eines rund 30 weitere
Programme umfassenden Abonnements, starten auf den Frequenzen die
Programme RTL HD, VOX HD und SRF zwei HD, sowie SRF 1 in
SD-Auflösung.

KommAustria genehmigt Grundverschlüsselung unter Bedingungen

Gemeinsam ist allen Programmen in Zukunft eine
Grundverschlüsselung, die laut ORS auf Anforderungen der
Programmveranstalter zurückgeht. Demnach würden viele Rechteinhaber
derartige Maßnahmen aus Lizenzschutzgründen verlangen, wenn die
Sendungen in HD-Qualität ausgestrahlt werden. Zwar bleibt der Empfang
der ORF-Programme, sowie der Empfang von ATV, ATV II, PULS 4 (in SD)
und ServusTV weiterhin kostenfrei, die Empfangsgeräte der Nutzer
werden jedoch erst nach einer Registrierung freigeschaltet. Alle
weiteren Programme sind gegen eine monatliche Gebühr zu empfangen.
"Die KommAustria wird jedoch im Zweijahres-Rhythmus die
Nutzerakzeptanz der Grundverschlüsselung überprüfen und deren
Fortsetzung grundsätzlich nur dann genehmigen, wenn die ORS mehr als
150.000 registrierte Nutzer nachweist und damit nicht gegenüber der
derzeitigen terrestrische Nutzung zurückfällt", sagt Dr. Susanne
Lackner, zuständiges Mitglied der KommAustria.

ORF eins und ORF 2 weiter auch in unverschlüsselten Versionen
zu empfangen

Eine Ausnahme in Sachen Grundverschlüsselung gilt für ORF eins und
ORF 2. Sie werden zunächst noch jedenfalls für drei weitere Jahre
unverschlüsselt in SD-Qualität zu empfangen sein.

DVB-T2 ist nächste und effizientere Generation des digitalen
Antennenfernsehens

Mit der Unterstützung des Umstieges von DVB-T auf DVB-T2 folgt die
Medienbehörde ihrem Auftrag, den digitalen Rundfunk auf allen
Verbreitungswegen weiterzuentwickeln. Die Übertragungstechnik DVB-T2
erlaubt im begrenzten Frequenzspektrum mehr Programm- und damit
Meinungsvielfalt bei gleichzeitig deutlich besserer Bildqualität, die
insbesondere auf den zunehmend beliebteren Fernsehgeräten mit großen
Bildschirmdiagonalen zum Tragen kommt.

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