- 17.12.2015, 13:41:53
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E-Wirtschaft kritisiert starre Haltung von ACER, der Agentur der europäischen Regulatoren zu Preiszone
Ablehnung der Beschwerde gegen ACER-Opinion widerspricht dem Geist des liberalisierten Strombinnenmarkts
Utl.: Ablehnung der Beschwerde gegen ACER-Opinion widerspricht dem
Geist des liberalisierten Strombinnenmarkts =
Wien (OTS) - Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der
E-Wirtschaft kritisiert scharf die heute von ACER, der Agentur der
europäischen Regulatoren veröffentlichte Entscheidung, keine
Beschwerden gegen die ACER-Opinion zur Teilung der Preiszone
Deutschland/Österreich zuzulassen. „ACER zieht sich mit dieser
Entscheidung auf eine rein formalistische Argumentation zurück, die
dem Geist des liberalisierten Strom-Binnenmarkts widerspricht“,
erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.
ACER gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass eine Beschwerde
nicht zulässig sei, weil die Opinion von ACER zur Preiszone zwar die
Betroffenen auffordere, Maßnahmen zu setzen, aber nicht rechtlich
bindend sei. Schmidt: „Damit wird die Opinion zum absurden Theater.
Entweder muss man Maßnahmen setzen, oder man kann sie einfach
ignorieren.“ Tatsächlich entfalte die Opinion sehr wohl faktische
Wirkung und habe bereits konkrete Folgen auf die Arbeit der
europäischen Übertragungsnetzbetreiber in deren europäischer
Vereinigung ENTSO-E, die Nachteile für Österreich nach sich ziehen
können. Insgesamt erwarten Studien, dass die Auftrennung der
Preiszone für Österreich Mehrkosten von 300 Mio. € pro Jahr bedeuten
würde.
Europaparlament für Erhaltung und Ausbau der Preiszone
Ganz im Gegensatz zu ACER hat das Europäische Parlament im Sinne des
gemeinsamen Markts das Erfolgsmodell der gemeinsamen Preiszone
herausgestrichen und deren Erhaltung bzw. Ausbau gefordert. Ein voll
integrierter europäischer Elektrizitätsmarkt könne die Energiekosten
im Vollausbau 2030 um zwei Euro pro Megawattstunde senken und damit
für die Stromkunden jährliche Einsparungen von 40 Mrd. € bringen,
heißt es in einer Erklärung des EU-Parlaments vom 15.12.2015.
Schmidt: „Es ist daher höchste Zeit, dass die europäischen
Regulatoren wieder anfangen, europäisch zu denken.“
Über Oesterreichs Energie
Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten
Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und
Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir
eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen
und informieren die Öffentlichkeit über Themen der
Elektrizitätsbranche.
Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000
Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und
betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die
Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs Energie erreichte
2013 rund 65 Milliarden Kilowattstunden, davon 65 Prozent aus
nachhaltiger Wasserkraft.
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