• 15.12.2015, 12:33:21
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FPÖ-Neubauer: Freiheitliche Seniorenvertreter teilen arbeitsmarktpolitische Vorstellungen des Seniorenrats nicht

Khol-Vorschlag würde hunderte Arbeitsplätze vernichten

Utl.: Khol-Vorschlag würde hunderte Arbeitsplätze vernichten =

Wien (OTS) - „Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz nahmen die
Seniorenratspräsidenten Andreas Khol und Karl Blecha zu dem beim
Arbeitsmarktgipfel der Bundesregierung vereinbarten Kompromiss eines
Bonus-Malus-Systems Stellung. Sie zeigten sich mit der getroffenen
Lösung unzufrieden, da ihrer Meinung nach sowohl der Bonus (0,1
Prozent der Beiträge zum Familienlastenausgleichsfonds) als auch der
Malus (236 Euro für jeden gekündigten Dienstnehmer, unabhängig vom
Alter) wesentlich kräftiger ausfallen sollten“, berichtet der
freiheitliche Seniorensprecher NAbg. Werner Neubauer heute.

Dem hielt Neubauer entgegen, dass die Umsetzung des
Bonus-Malus-Systems noch überhaupt nicht feststehe, weil auch die
Finanzierung zur Gänze ungeklärt sei. Khol und Blecha nahmen in der
Folge Bezug auf ein arbeitsmarktpolitisches System, das in Schweden
bzw. Dänemark Anwendung finden soll, demnach sollen nach Aussagen
Khols in diesen Ländern Dienstgeber dazu genötigt werden, für das
künftige Arbeitslosengeld aufzukommen, wenn sie aus welchen Gründen
auch immer ältere Arbeitnehmer kündigen sollten. „Wir Freiheitliche
lehnen ein Malus-System grundsätzlich ab, das Unternehmer bestraft,
die Finanzierung eines Arbeitslosengeldes für gekündigte Arbeitnehmer
ist aber geradezu grotesk, weil dies die Vernichtung der kleinen und
mittleren Betriebe und damit hunderter Arbeitsplätze zur Folge
hätte“, stellte Neubauer fest. Warum ein erzkonservativer Politiker
wie Dr. Khol so eine Forderung in den Raum stelle, müsse er den
Wirtschaftstreibenden in der ÖVP erst einmal erklären.

„Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre, wenn die
Seniorenratspräsidenten davon Abstand nehmen könnten, die Unternehmer
als Feind der Arbeitnehmer zu sehen. Es ist niemandem geholfen, wenn
wir für Unternehmer, die im täglichen Kampf ums Überleben stehen, die
Rahmenbedingungen noch schwieriger gestalten, als sie ohnehin schon
sind. Es kann durchaus berechtigte Gründe geben, auch einen älteren
Arbeitnehmer zu kündigen. Daher muss ein solcher Schritt, der auch in
vielen Fällen dem Arbeitgeber nicht leicht fällt, ohne
existenzbedrohende Strafzahlung möglich sein“, so Neubauer.

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