• 11.12.2015, 11:24:38
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Gara/Wiederkehr/NEOS Wien: Sozialer Wohnbau muss treffsicher sein

„Der soziale Wohnbau muss wieder gemeinnützig statt ‚funktionärsnützig’ werden“

Utl.: „Der soziale Wohnbau muss wieder gemeinnützig statt
‚funktionärsnützig’ werden“ =

Wien (OTS) - „Der soziale Wohnbau Wiens ist eine historische
Errungenschaft. Bei der sozialen Treffsicherheit gibt es aber
Handlungsbedarf, da oft nicht jene Menschen im Gemeindebau leben, die
eigentlich eine Sozialwohnung bräuchten. Hier braucht es Transparenz
und klare Kriterien, um diese Wohnungen sozial Bedürftigen zur
Verfügung zu stellen“, stellt Stefan Gara, Sprecher für Wohnen und
Stadtentwicklung von NEOS Wien, klar.

Gara plädiert weiters dafür, die Diskussion noch auszuweiten. „Laut
rot-grünem Regierungsprogramm sind 400 Gemeindebauten pro Jahr
geplant. Das sind 2.000 Wohnungen in fünf Jahren, also gerade einmal
4% des notwendigen Wohnbauvolumens von ca. 10.000 pro Jahr. Die
vollmundige Ankündigung, wieder Gemeindebauten bauen zu wollen –
übrigens mit einer eigens geschaffenen
Gemeindewohnungserrichtungsgesellschaft samt einer intransparenten
Firmenkonstruktion vom Feinsten – lenkt also von den eigentlichen
Problemen ab. Die Frage muss doch viel eher lauten: Wie kann der
soziale Wohnbau Wiens zukunftsfähig weiterentwickelt werden? Nämlich
sozial treffsicher, generationengerecht und werthaltig“, geht Gara
ins Detail.

Insbesondere jungen Menschen leistbares Wohnen zu ermöglichen, ist
eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe. „Wien wird immer
jünger, und der Wohnbedarf für junge Menschen wird in den kommenden
Jahren daher weiter stark zunehmen. Der Zugang zum sozialen Wohnbau
muss daher allen voran für diese Gruppe rasch erleichtert werden,
auch um einer Verschuldungsfalle durch hohe Wohnkosten
entgegenzuwirken“, so Gara.
Ein Anliegen, das auch NEOS Wien-Generationensprecher Christoph
Wiederkehr am Herzen liegt: „Gemeindewohnungen müssen wieder
verstärkt als Starthilfe für einkommensschwache junge Menschen
fungieren. Dazu sollten die Einkommensgrenzen für Gemeindewohnungen
von jährlich fast 44.000 Euro netto auf 25.000 Euro herabgesenkt
werden. Es braucht daher ein transparentes Einkommensmonitoring. Wer
mehr verdient, soll in seiner Wohnung zwar bleiben können, eine
soziale Durchmischung und Integration ist uns wichtig und ist
ausdrücklich erwünscht. Aber die Miete muss dem Einkommen angepasst
sein. Das ist fair und sozial gerecht“, so Wiederkehr.

„Es ist für mich vollkommen unverständlich, warum sich gerade die SPÖ
gegen diese solidarischen Maßnahmen wehrt. Ich dachte eigentlich
immer, SOLIDARITÄT ist bei der SPÖ GROß geschrieben. Da haben wir uns
anscheinend geirrt“, so Gara abschließend.

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