- 10.12.2015, 09:00:01
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ÖGfE-Schmidt: ÖsterreicherInnen würden EU-Initiative zum Wiederaufbau Syriens begrüßen
58 Prozent für EU-Wiederaufbauprogramm - 46 Prozent erwarten, dass Mehrzahl der Flüchtlinge zurückkehren würde – Umfrage
Utl.: 58 Prozent für EU-Wiederaufbauprogramm - 46 Prozent erwarten,
dass Mehrzahl der Flüchtlinge zurückkehren würde – Umfrage =
Wien (OTS) - „Noch ist Bürgerkrieg in Syrien. Die Europäische Union
sollte jedoch schon jetzt einen konkreten Plan für den Wiederaufbau
des zerstörten Landes und der Region entwickeln. Damit könnte sowohl
syrischen Flüchtlingen eine Rückkehrperspektive eröffnet, als auch
heimischen Sorgen begegnet werden. Eine Mehrheit der
ÖsterreicherInnen würde eine Initiative der EU zum Wiederaufbau
Syriens jedenfalls gutheißen“, analysiert ÖGfE-Leiter Paul Schmidt in
Bezugnahme auf eine aktuelle Umfrage der Österreichischen
Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).
58 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen sind dafür, dass die 28
EU-Mitgliedstaaten ein Programm für den Wiederaufbau von Syrien nach
dem Ende des Bürgerkrieges entwickeln, organisieren und finanzieren.
24 Prozent sprechen sich dagegen aus, 8 Prozent äußern sich
indifferent (10 Prozent „weiß nicht/Keine Angabe).
„Die bisher zögerlichen Antworten von EU und Mitgliedstaaten auf
ungesteuerte Flüchtlingsströme haben das Vertrauen der Bevölkerung in
die Politik nicht gestärkt. Viel eher verfestigt sich der Eindruck,
Europa hätte weder Plan noch langfristige Strategie, um diese
Situation zu meistern. Nachhaltig wirksame Initiativen - aufbauend
auf dem Aktionsplan mit der Türkei - wären daher sehr willkommen“,
meint Schmidt. „Neben der Bewältigung der akuten Probleme sollte
begonnen werden, ein internationales Wiederaufbauprogramm für Syrien
zu entwickeln. Gerade Österreich, das sich als Gastgeber der
Iran-Verhandlungen und Syrien-Gespräche positiv präsentieren konnte,
sollte hier aktiv werden.“
59 Prozent würden befürworten, dass sich Österreich besonders stark
für das Zustandekommen eines solchen Wiederaufbauprogramms einsetzt.
31 Prozent unterstützen dies nicht, ein Zehntel hat hierzu keine
Meinung.
Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) erwartet, dass ein
Wiederaufbauprogramm für Syrien dazu führen wird, dass die meisten in
die EU geflüchteten Syrerinnen und Syrer wieder zurückkehren, um beim
Wiederaufbau ihres Landes mitzuhelfen. 37 Prozent sind eher der
Ansicht, dass nur die wenigsten syrischen Flüchtlinge aufgrund einer
solchen Initiative in ihr Heimatland zurückkehren würden. 18 Prozent
können oder wollen zu dieser Frage keine Stellung beziehen.
„Ein Wiederaufbauprogramm für Syrien und die Nachbarregion würde
Flüchtlingen eine reale Chance bieten, mittelfristig in ihr Land
zurückzukehren und sich am Aufbau der staatlichen und
gesellschaftlichen Strukturen zu beteiligen. Gleichzeitig würde ein
solches Programm den Menschen in der EU signalisieren, dass man das
Heft des Handelns in die Hand nimmt und konkrete Schritte für eine
nachhaltige Lösung der Flüchtlingsfrage, des Bürgerkriegs und den
Wiederaufbau Syriens setzt.“
Download Grafiken:
http://links.oegfe.at/Syrien_2015
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft vom 4. bis 10. November 2015 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 525 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,5 Prozent. Differenz auf 100 Prozent
aufgrund gerundeter Werte.
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