• 09.12.2015, 19:32:17
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UN-Klimakonferenz: Klimaabkommen darf nicht in Bedeutungslosigkeit versinken

Greenpeace fordert starke Ziele statt Einigung auf kleinsten gemeinsamen Nenner

Utl.: Greenpeace fordert starke Ziele statt Einigung auf kleinsten
gemeinsamen Nenner =

Paris/Wien (OTS) - Heute hat der französische Außenminister Laurent
Fabius im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Paris einen neuen Entwurf
für das geplante Klimaabkommen vorgelegt. Der auf 29 Seiten gekürzte
Text enthält zwar viele wichtige Punkte, zentrale Fragen wie etwa die
Klimafinanzierung und das langfristige Ziel sind noch offen. Die
Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt davor, sich auf den
kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen und fordert einmal mehr
starke Ziele.

Die Teilnehmer-Staaten haben sich bei der UN-Klimakonferenz in
Kopenhagen 2009 darauf geeinigt, die globale Erderwärmung nicht über
zwei Grad Celsius – nach Möglichkeit nicht über 1,5 Grad – steigen zu
lassen. „Beide Optionen stehen im jetzigen Entwurfstext, doch es hakt
an der Art der Umsetzung. Anstatt sich klar für 100 Prozent
erneuerbare Energie auszusprechen, ist im Text die Rede von
‚Klimaneutralität im Laufe des Jahrhunderts’. Doch um den Klimawandel
einzudämmen braucht es keine Lippenbekenntnisse, sondern mutige
Entscheidungen für starke Ziele“, sagt Pawloff. Konkret bedeutet das,
ab dem Jahr 2050 auf die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl zu
verzichten. „Wenn die Verhandler in Paris den Klimaschutz ernst
nehmen, dann müssen sie das auch im Klimaabkommen festlegen“, so
Pawloff.

Auch die Klimafinanzierung ist ein strittiger Punkt: Denn damit
Entwicklungsländer sich an die Folgen des Klimawandel, beispielsweise
mittel Hochwasserschutz anpassen, beziehungsweise diese eindämmen
können, braucht es finanzielle Unterstützung. Diese soll von den
Industriestaaten kommen. „Österreich sollte hier jährlich ab 2020
beispielsweise mindestens 100 Millionen Euro zur Verfügung stellen.
Ein geringer Betrag wenn man bedenkt, dass jährlich mindestens 11
Milliarden Euro für den Import von fossiler Energie nach Österreich
ausgegeben werden“, sagt Pawloff abschließend.

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