• 09.12.2015, 12:16:55
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Berlakovich: Verwaltungsformulare endlich auch in kroatischer, slowenischer und ungarischer Sprache

ÖVP-Volksgruppensprecher: Damit wird langjährige Forderung der Volksgruppenvertreter umgesetzt

Utl.: ÖVP-Volksgruppensprecher: Damit wird langjährige Forderung der
Volksgruppenvertreter umgesetzt =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Eine wesentliche Erleichterung für Volksgruppen
stellt die Änderung der Verwaltungs- sowie der
Zustellformularverordnung dar, die heute, Mittwoch, im Ministerrat
beschlossen wurde. Das Volksgruppengesetz aus 1976 ermöglicht es
Volksgruppenangehörigen, ihre Sprache als Amtssprache bei Ämtern und
Behörden zu verwenden. Eigene Formulare sieht das Gesetz nicht vor.
Bisher gab es bei behördlichen Erledigungen nur Formulare in
deutscher Sprache, die man übersetzen lassen musste. Künftig soll es
auch Verwaltungsformulare in kroatischer, slowenischer und
ungarischer Sprache geben. „Damit wird eine langjährige Forderung der
Volksgruppenvertreter umgesetzt. Das ist ein wichtiger Beitrag, um
die Sprache dieser Volksgruppen weiterhin zu sichern und zu fördern“,
sagt ÖVP-Volksgruppensprecher Abg. DI Niki Berlakovich.

„Die Entwicklung ist aber seit dem Volksgruppengesetz 1976 nicht
stehen geblieben. Einsprachige Formulare sind positiv, sinnvoller
sind aber mehrsprachige Formulare. Das ist auch international üblich.
Der nächste Schritt muss daher sein, bei Ämtern und Behörden
mehrsprachige Formulare in den Volksgruppensprachen anzubieten“, sagt
Berlakovich.

Der ÖVP-Abgeordnete wies darauf hin, dass die Volksgruppen wichtige
Träger des österreichischen Kulturguts sind und daher auch
Unterstützung benötigten. Das alltägliche Zusammenleben der
unterschiedlichen sprachlichen Gruppen bereite heutzutage zwar
keinerlei Probleme mehr, allerdings verlieren viele
identitätsstiftende Besonderheiten zunehmend ihre Bedeutung im
Alltag. „Das betrifft vor allem den Gebrauch der
Volksgruppensprachen im Alltagsleben. Mit diesen Verordnungen wird
dem nun Rechnung getragen“, sieht Berlakovich darin eine wichtige
Maßnahme zum Erhalt und zur Förderung der Sprache. „Wenn Kinder zudem
mehrsprachig aufwachsen, bietet ihnen das gerade im gemeinsamen
Europa bessere bildungsmäßige und berufliche Möglichkeiten.“
(Schluss)

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