- 07.12.2015, 10:09:41
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Für Solidarität: Fritz-Freyschlag-Preis verliehen
Linz (OTS) - Verein zur Förderung von Solidarität und sozialer
Partnerschaft
Bürgerstraße 25
4020 Linz
Am Freitag überreichten WKÖ-Präsident Dr. Christoph Leitl und
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer den nach Fritz Freyschlag benannten
Preis. Es handelt sich um die sechste Verleihung dieses Preises.
Ausgezeichnet wurden wieder Menschen, die sich um den Gedanken der
Solidarität und der sozialen Partnerschaft verdient gemacht haben:
Josefa Fasching, Herta Sticht, Prof. Dr. Maximilian Gstöttner und
Felix Hinterwirth.
Im Herbst 2001, anlässlich des 70. Geburtstages von Fritz
Freyschlag, dem langjährigen Präsidenten der Arbeiterkammer
Oberösterreich, fand sich eine Gruppe von Oberösterreichern zusammen,
um einen eigenen Preis für Solidarität und soziale Partnerschaft zu
stiften. Als Basis für die Stiftung und die Verleihung des Preises
wurde der „Verein zur Förderung von Solidarität und sozialer
Partnerschaft“ gegründet.
Mit dem Preis werden zwei Ziele verfolgt: Solidarisches Handeln
und soziale Partnerschaft zu fördern und gleichzeitig das Lebenswerk
von Fritz Freyschlag zu würdigen. An der ersten Preisverleihung im
November 2003 konnte Freyschlag noch teilnehmen. Er verstarb im
Oktober 2004.
Diplom-Hebamme Josefa Fasching aus Waldhausen bekam den
Fritz-Freyschlag-Preis für Solidarität, weil sie während ihrer
Freizeit immer wieder Arbeitseinsätze in einem Kreiskrankenhaus in
Guinea – einem der ärmsten afrikanischen Länder – leistet. Die
Schwangerenvorsorge dort ist sehr mangelhaft, die
Säuglingssterblichkeit hoch. Der selbstlose Einsatz von Josefa
Fasching hat schon vielen Menschen Schmerzen, Krankheit und Tod
erspart. Die Diplom-Hebamme bildet einheimische Frauen zu Hebammen
aus. Außerdem sammelt Josefa Fasching Geld für eine bessere
Ausstattung des Kreiskrankenhauses in Guinea, für medizinische Geräte
und Materialien sowie für Medikamente. Ihr Projekt heißt „Frouki“,
was in der afrikanischen Sprache Sousou „Für gesunde Mütter und
gesunde Kinder“ bedeutet.
Der Fritz-Freyschlag-Ehrenpreis ging an Prof. Dr. Maximilian
Gstöttner aus Wels: Der Mediziner war von 1982 bis zu seiner
Pensionierung 2011 leitender Chefarzt der OÖ. Gebietskrankenkasse. Im
Ruhestand setzt er seine Fähigkeiten auf karitative Weise für Kinder
in Südostasien und Lateinamerika ein. Dafür hat Prof. Dr. Gstöttner
sogar eine eigene Ausbildung zum Tropenmediziner absolviert. In
Kambodscha war er ein halbes Jahr lang aktiv. Über seine Aufenthalte
dort und in anderen Ländern führt er digitale Tagebücher, nachzulesen
unter www.childrenplanet.at im Internet. Prof. Dr. Gstöttner hat
schon Tausende kranke Kinder erfolgreich behandelt. Dass er den
Schwächsten sehr viel Zeit und Kraft schenkt, ist vorbildlich.
Der Hauptpreis wurde Felix Hinterwirth aus Steyregg verliehen,
seit fast 40 Jahren ein hochengagierter Funktionär in der
Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA–djp). Von 1983 bis 2010 war
er Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der Quelle AG. Dabei
hat er alle Höhen und Tiefen der Betriebsratsarbeit erlebt: die
Durchsetzung vieler Verbesserungen, aber auch Umstrukturierungen,
Einschnitte und zuletzt die Schließung der Quelle AG im Jahr 2010.
Felix Hinterwirth gelang es, in der Insolvenz sämtliche Beschäftigte
hervorragend zu betreuen: Unter anderem sorgte er für eine sehr
erfolgreiche Arbeitsstiftung. Von 2008 bis 2012 steuerte er die OÖ.
Gebietskrankenkasse als Obmann durch schwierige Zeiten. Felix
Hinterwirth gehörte verschiedenen Bundes- und Landesgremien der
GPA-djp an. Seit April 2015 ist er Vorsitzender der
GPA-djp-Pensionisten in Oberösterreich. Immer war er ein allseits
geachteter Sozialpartner, der zwar hart verhandelte, aber das Ziel
einer gemeinsamen Lösung nie aus den Augen verlor. Der
Fritz-Freyschlag-Preis gilt seinem Lebenswerk.
Herta Sticht, Gesellschafterin und Aufsichtsratsmitglied der STIWA
Holding GmbH mit Sitz in Attnang-Puchheim, wurde mit dem
Fritz-Freyschlag-Preis für soziale Partnerschaft gewürdigt. Die
STIWA-Gruppe, die vor allem in der Produkt- und
Hochleistungsautomation tätig ist, hat einen ständigen
Lehrlingsanteil von 15 Prozent der Belegschaft und gehört damit zu
den größten Lehrlingsausbildnern Oberösterreichs. Herta Sticht setzt
sich auch für die Lehre mit Matura und für mehr Frauen in technischen
Berufen ein. Darüber hinaus unterstützt sie seit vielen Jahren das
Projekt „Kinder erleben Technik“ und das Jugend-Forschungsprojekt
OTELO. Jugendliche mit Handicaps und problematischem Umfeld sowie
Beschäftigte, die aus unterschiedlichsten Gründen in eine schwierige
Lebenssituation geraten sind, bekommen in der STIWA-Gruppe eine
Chance. Diese ebenso menschliche wie innovative Einstellung der
Unternehmensleitung, die Herta Sticht ganz wesentlich mitprägt, wird
auch in Zukunft viel Gutes bewirken.
Allfällige Fragen bitte unter der Telefonnummer 0664 / 4020740 !
Von der Fritz-Freyschlag-Preisverleihung finden Sie ein Foto in
druckfähiger Qualität unter ooe.arbeiterkammer.at.
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