• 04.12.2015, 12:18:15
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105 Jahre Österreichische Krebshilfe

Am 20.12.2015 feiert die Österreichische Krebshilfe ihr 105jähriges Bestehen und zählt somit zu den ältesten Krebsgesellschaften der Welt

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/7376 Im Bild
v.l.n.r.: BM Dr. Sabine Oberhauser (BM für Gesundheit) und Univ.
Prof. Dr. Paul Sevelda (Präsident Österreichische Krebshilfe)

Utl.: Am 20.12.2015 feiert die Österreichische Krebshilfe ihr
105jähriges Bestehen und zählt somit zu den ältesten
Krebsgesellschaften der Welt =

Wien (OTS) - Als „Österreichische Gesellschaft für Erforschung und
Bekämpfung der Krebskrankheit“ wurde die heutige Krebshilfe von
namhaften Medizinern wie Prof. Dr. Anton Freiherr von Eiselsberg oder
Hofrat Prof. Dr. Julius Hochenegg am 20. Dezember 1910 gegründet.
Damals schon waren die „umfangreiche Aufklärungsarbeit über den
Krebs“, die „Not der Krebspatienten“ und die „Förderung der
Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheiten“ wichtigste Ziele der
Gesellschaft. Heute, 105 Jahre später, steht die Österreichische
Krebshilfe mit rund 50 Beratungsstellen in ganz Österreich
KrebspatientInnen und ihren Angehörigen betreuend zur Verfügung.

An einem trüben Novembertag des Jahres 1909 schrieb der Wiener
Mediziner Julius Hochenegg an seinen Kollegen Anton Eiselsberg: „Die
Not unserer Krebskranken wird immer größer, wir müssen etwas tun, um
sie zu lindern. Könnten wir nicht zusammenkommen, um darüber zu
sprechen?“ Mit diesem Hilferuf beginnt die lange Tradition der
Österreichischen Krebshilfe. Es wurde die „Österreichische
Gesellschaft für Erforschung und Bekämpfung der Krebskrankheit“
gegründet, dessen konstituierende Sitzung am 17. Dezember 1910
stattfand. Die Meldung der neu gegründeten Gesellschaft erfolgte
schließlich am 20. Dezember 1910. Vor allem die Information der
Ärzte, die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten und die
Unterstützung von KrebspatientInnen standen schon damals im
Mittelpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft. „Seit 1910 hat sich an
den grundsätzlichen Aufgaben der Krebshilfe nichts geändert,“ erklärt
der heutige Krebshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda.

„Die Österreichische Krebshilfe ist mittlerweile zu einer wichtigen
Institution der österreichischen Gesundheitslandschaft geworden. Sie
steht österreichweit für KrebspatientInnen und ihre Angehörigen mit
Rat und Hilfe zur Verfügung. Für die bisher geleistete Arbeit möchte
ich mich bedanken und der Österreichischen Krebshilfe auch weiterhin
alles Gute für die künftige Arbeit wünschen,“ gratuliert Dr.in Sabine
Oberhauser, Bundesministerin für Gesundheit, zum 105jährigen
Jubiläum.

3 Standbeine: Information der Bevölkerung, Betreuung von
PatientInnen und Forschungsförderung

Heute bedient sich die Österreichische Krebshilfe modernster Mittel,
um ihre Aufgaben erfolgreich zu erfüllen. Mittels
Schwerpunktkampagnen zu den verschiedensten Krebsarten konnte das
Vorsorgebewusstsein von Herrn und Frau Österreicher in den letzten
Jahren entscheidend verbessert werden: „Unserer jährlichen Aktion im
Darmkrebsmonat März ist es beispielsweise zu verdanken, dass die
Angst vor der Koloskopie genommen werden konnte“, so Sevelda. Schon
63% der Österreicher kennen die Möglichkeit der „sanften“ Koloskopie,
dreiviertel aller durchgeführten Darmspiegelungen waren bereits
„sanft“. (Quelle: SPECTRA, Krebs in Österreich, 2015).

Neben dieser Aktion bezeichnet Sevelda die Umsetzung der langjährigen
Forderungen nach einem Brustkrebs-Screening und der Aufnahme der
HPV-Impfung in das Kinderimpfprogramm im Jahr 2014 als jüngste
Meilensteine der Arbeit der Krebshilfe und bedankt sich für die gute
Zusammenarbeit mit allen dabei entscheidenden Institutionen, allen
voran dem Bundesministerium für Gesundheit. Auch für Ministerin
Oberhauser sind Prävention und Früherkennung wichtige
Aufgabenstellungen: „Um die Zahl der Krebserkrankungen zu senken, ist
eine frühzeitige Diagnose und die Koordination sämtlicher
Behandlungsmaßnahmen von zentraler Bedeutung. Diesbezüglich haben wir
bereits wichtige Schritte gesetzt, wie etwa die Implementierung des
Brustkrebs-Früherkennungsprogramms, die Aufnahme der HPV-Impfung in
das Kinderimpfprogramm und die Erarbeitung des nationalen
Krebsrahmenprogrammes, das etwa die Einrichtung von Tumorboards
vorsieht,“ so Oberhauser.

Betreuung von PatientInnen

Die Hilfe und Betreuung von KrebspatientInnen und deren Angehörige
erfolgt mittlerweile in rund 50 Krebshilfe Beratungsstellen in ganz
Österreich. Dazu Sevelda: „Wir betreuen jährlich mehr als 30.000
PatientInnen und deren Angehörige – und das kostenlos.“ Zunehmend ist
auch die finanzielle Hilfe von Bedeutung. „Seit Einführung unserer
Soforthilfe haben wir 1.441 PatientInnen mit insgesamt rund 1,5
Millionen Euro unterstützt. Der Bedarf ist steigend, denn immer mehr
Patientinnen und Patienten geraten durch ihre Krebserkrankung –
unverschuldet – in finanzielle Not,“ so der Krebshilfe Präsident.

Forschungsförderung

Im Rahmen der dritten Aufgabe – der Forschungsförderung – ist der
Krebshilfe eine kontinuierliche Unterstützung der Wissenschaft
möglich. „Mittels Stipendien oder Förderpreise unterstützen wir
jährlich eine Vielzahl von Wissenschafter und deren Projekte,“ so
Sevelda.

Finanziert werden die Leistungen der Krebshilfe ausschließlich von
Spenden aus der Bevölkerung und von Unternehmen. Die jährliche
Verleihung des Spendengütesiegels bestätigt den seriösen Umgang mit
diesen Geldern. „Ich selbst und der Vorstand der Krebshilfe
garantieren, dass jeder Euro, der an uns gespendet wird,
verantwortungsbewusst, transparent und zweckgewidmet eingesetzt
wird“, so Präsident Sevelda.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/7376

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