- 03.12.2015, 11:33:50
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"Restitution statt Ausstellungen" – eine Initiative der Israelitischen Kultusgemeinde
Neuer Leopold-Museumsdirektor will anscheinend die Sache in die Länge ziehen
Utl.: Neuer Leopold-Museumsdirektor will anscheinend die Sache in
die Länge ziehen =
Wien (OTS) - Der neue Direktor des Leopold Museums, Hans-Peter
Wipplinger, plant laut gestriger ZiB 1 verschiedene Ausstellungen in
Bereichen, die nichts mit der "Sammlung Leopold" zu tun haben. Solche
Ausstellungen sind vom Stiftungszweck der Leopold
Museum-Privatstiftung nicht gedeckt.
Der § 2 der Stiftungsurkunde (GZ 5748/1994) bestimmt:
"Die Stiftung hat den Zweck, die vom Stifter gegründete Sammlung auf
Dauer zu erhalten, der Öffentlichkeit durch den Betrieb eines Museums
zugänglich zu machen, zu dokumentieren und wissenschaftlich
aufzuarbeiten. Dadurch soll insbesondere die in Wien zu Beginn des
20. Jahrhunderts entstandene 'Moderne' in ihrer Bedeutung für die
kulturelle Entwicklung Österreichs dargestellt werden."
Die hohen Subventionen des österreichischen Staats, die zur Erhaltung
der Sammlung Leopold gegeben werden, sollen für andere
Ausstellungsprojekte verwendet werden.
Das Leopold Museum fordert im Bereich der Subventionen eine
Gleichstellung mit Bundesmuseen, ohne jedoch die damit verbundenen
Pflichten – RESTITUTION – übernehmen zu wollen.
Bereits im Jahre 1997 wurden die ersten Leihgaben von
Schiele-Gemälden aus der Leopold-Sammlung im MOMA in New York
beschlagnahmt. Sämtliche Bemühungen der Israelitischen Kultusgemeinde
Wien, das Leopold Museum zur Restitution zu bewegen, wurden stets mit
dem Argument, es handle sich hier um ein Privatmuseum und unterstehe
daher nicht – wie die Bundesmuseen - dem Kunstrückgabegesetz,
abgelehnt.
Direktor Wipplinger möchte die Restitutionsangelegenheit
"wohlüberlegt und vorsichtig" angehen.
Die Restitution von fünf Schiele-Blättern aus der Sammlung Mayländer
wurde bereits 2010 von der sogenannten "Michalek-Kommission"
empfohlen. Im Januar 2016 wird die Erbin nach Mayländer 95 Jahre alt.
Wie lange soll sie noch warten?
Die Israelitische Kultusgemeinde fordert die Rückgabe der
Schiele-Blätter vor dem 95. Geburtstag der Erbin.
Eine Initiative der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
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