- 01.12.2015, 12:52:52
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Für eine gemeinsame österreichische Schulverwaltung und Ausweitung der Modellregionen.
Eine Absage der ÖLI-UG und UGÖD zu den vorliegenden Schulverwaltungsreformplänen von Bund und Ländern
Utl.: Eine Absage der ÖLI-UG und UGÖD zu den vorliegenden
Schulverwaltungsreformplänen von Bund und Ländern =
Wien (OTS) - Die Unabhängigen GewerkschafterInnen fordern eine
Überarbeitung des vorliegenden Regierungspapiers und ein Nachbessern
beim „Bildungsreformpaket“ insbesondere bei den Themen
Schulverwaltung neu, Modellregionen, Elementarbildung und
Schulautonomie.
Sowohl die Schulverwaltung NEU als auch die im Regierungsvorschlag
mit 15 Prozent pro Land und Schulart limitierten Modellregionen
können von SPÖ und ÖVP nicht im Alleingang beschlossen werden. Dazu
ist eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich. "Die FPÖ hat
jede Zusammenarbeit mit der Regierung abgelehnt, anders die Grünen –
die fordern seit Jahren sozial wirksame, demokratische und
kinderfreundliche Reformen, werden deshalb dem Regierungspapier in
seiner am 17. November vorgelegten Form nicht zustimmen können",
meint UGÖD-Vorsitzender Reinhart Sellner.
Neuer Name, alte Machtverhältnisse
Alteingesessene Machtinteressen von ÖVP-Landeshauptmännern und
Landes-Parteien bleiben auch unter dem neuen Namen
„Bildungsdirektion“ unangetastet. Dagegen wäre die Abrechnung der
Bundes- und LandeslehrerInnen durch das Bundesrechenzentrum als
begrüßenswerter erster Schritt aus der föderalen Doppel- und
Mehrgleisigkeit zu sehen. Sellner weiß auch aus eigener Erfahrung als
AHS-Lehrer und Versuchsschullehrer an einer Hauptschule: „Eine
gemeinsame Verwaltung der LehrerInnen erleichtert die Zusammenarbeit
über die Schultypen hinweg, LehrerInnenkooperation, regional
organisiertes zusätzliches Unterstützungspersonal, Flüchtlingshilfe
und vieles mehr.“
15-Prozent-Klausel verhindert Entwicklung
Für die Modellregionen in Vorarlberg, Tirol und Wien braucht es
eine flächendeckende gemeinsame Schulverwaltung und keine
Prozentklausel. Die 15 Prozent machen aus dem „Modell-Region-Paket“
ein Verhinderungspaket. Damit wollen ÖVP-Standespolitiker und
FCG-LehrerInnengewerkschafter die flächendeckende Einführung von
Gesamtschulmodellen in Vorarlberg und Wien verhindern. Denn in diesen
Gesamtschulregionen würde das Nebeneinander von
Neuer-Mittel-Schule-Hauptschulen und AHS-Unterstufen tatsächlich
aufgehoben. Für einen sozial integrativen und alle Kinder fördernden
Unterricht ist die Überwindung der, in den Schulgesetzen von 1962 bis
heute fixierten, Zweiklassenschule unumgänglich. Wir schreiben 2015,
es ist höchste Zeit.
Für eine gemeinsame LehrerInnen-Personalvertretung und
Gewerkschaft
„Zur erfolgreichen Bewältigung ihrer gestellten Aufgabe benötigen
LehrerInnen gute Arbeitsbedingungen und eine gemeinsame
Personalvertretung aller LehrerInnen.“, betont Reinhart Sellner von
der UGÖD, „Durch das herrschende unterschiedliche Recht werden aber
zwischen allgemeinbildenden LandespflichtschullehrerInnen und
AHS-LehrerInnen, zwischen Berufsschul- und BMHS-LehrerInnen und
LandwirtschaftslehrerInnen Trennlinien gezogen. Die pädagogische
Zusammenarbeit und die gemeinsame Vertretung der
ArbeitnehmerInnen-Interessen an der Schule, in der Region und
bundesweit werden behindert.“
An der von den Unabhängigen GewerkschafterInnen der ÖLI-UG
geforderten gemeinsamen GÖD-LehrerInnengewerkschaft anstelle von fünf
nebeneinander her agierenden LehrerInnengewerkschaften führt kein Weg
vorbei.
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