- 01.12.2015, 11:37:27
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Aktionen der Lebenshilfe-SelbstvertreterInnen zum 3. Dezember
Inklusion auch für Menschen mit Migrationshintergrund

Utl.: Inklusion auch für Menschen mit Migrationshintergrund =
Wien (OTS) - Am UN-Gedenktag, dem Internationalen Tag der Menschen
mit Behinderung am 3. Dezember, fordern die SelbstvertreterInnen der
Lebenshilfe ihr Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe ein. Bei den
„Ja zur Inklusion“-Aktionen stehen auch Schutzsuchende bzw. Menschen
mit Migrationshintergrund im Vordergrund.
„Beeinträchtigung und Migration“, SelbstvertreterInnen unterstützen
ÖAR-Aktion
SelbstvertreterInnen der Lebenshilfe unterstützen die Aktion zum 3.
Dezember „Menschenrechte sind für alle da“ des
ÖAR-Selbstvertretungsforums am Wiener Stephansplatz. Die
Theater-Performance macht aufmerksam auf Menschen mit
Beeinträchtigungen und Migrationshintergrund und deren oftmalige
Mehrfachdiskriminierung. Auf Grund vielfältiger Barrieren fehlt
diesen Menschen der Zugang zu existierenden Unterstützungsangeboten,
dies schränkt ihre Teilhabe weiter ein. Die Aktion findet statt am
Stock-im-Eisen-Platz, Wien, 3.12.15, 11:40-12:10.
„Ja zur Inklusion“-Lebkuchen: von SelbstvertreterInnen für
PolitikerInnen
Mit dem „Ja zur Inklusion“-Lebkuchen überreichen SelbstvertreterInnen
der Lebenshilfe ihre Forderungen für mehr Teilhabe und
Selbstbestimmung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung an
politische Entscheidungsträger in ganz Österreich. Auf Bundesebene
werden Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Innenministerin
Mikl-Leitner und Behindertenanwalt Erwin Buchinger sowie
VertreterInnen von Gesundheits- und Justizministerium die aktuellen
Anliegen der SelbstvertreterInnen übergeben. Ziel ist die Einbindung
von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung (auch
Schutzsuchende/Menschen mit Migrationshintergrund) bei allen
wichtigen, die eigene Lebensweise betreffenden Entscheidungen.
SelbstvertreterInnenInnen fordern „Leichte Sprache“ - auch für
Asylwerber einsetzbar
Für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist es wichtig,
Zugang zu Informationen in leicht verständlicher Sprache zu haben.
„Texte in leicht verständlicher Sprache gibt es noch immer viel zu
wenige, nicht einmal das Regierungsprogramm. Wie sollen wir uns denn
informieren? Ob beim Arzt, wenn ich wählen gehe, oder etwas im
Internet suche, ich bin auf Texte in Leichter Sprache angewiesen“, so
Andreas Zehetner, Selbstvertreter der Lebenshilfe Niederösterreich.
Piktogramme und einfache Sätze sind auch für Menschen mit wenigen
Deutschkenntnissen leicht verständlich und können bei der Integration
von Flüchtlingen helfen.
Weitere Forderungen betreffen bundeseinheitliche Mindeststandards,
Informationen in Leichter Sprache, den personenzentrierten Ausbau von
Unterstützungsangeboten sowie Rechtsanspruch auf persönliche
Assistenz und Lohn statt Taschengeld für die Beschäftigung in
Werkstätten.
Honorarfreier Abdruck des angefügten Bildmaterials.
Abb: Selbstvertretungs-Beirat der Lebenshilfe Österreich
1. Reihe - v.l.n.r.: Thomas Wagner, Nicole Braunstein, Hanna Kamrat,
Klaus Brunner
2. Reihe stehend - v.l.n.r.: Helga Steinlechner, Susanne Kirschner,
Heide Tomacek, Andreas Zehetner, Simon Prucker, Richard Nägele
Forderungen der SelbstvertreterInnen:
Bundeseinheitliche Mindesstandards
Wir fordern ein bundesweites Regelwerk, das Minimalstandards
festlegt! Rechtliche Unterschiede in den einzelnen Bundesländern
führen zu unterschiedlicher Lebensqualität, daher braucht es
Standards für Inklusive Bildung, Persönliche Assistenz u.
Unterstützte Entscheidungsfindung, Existenzsicherung und Inklusive
Arbeitswelt, Alter u. Pflege.
Informationen in Leichter Sprache
Wir fordern barrierefreie Informationen und Beratungsstellen in allen
Lebensbereichen sowie die Übersetzung von Regierungsprogrammen und
Behördeninformationen auf Bundes- und Landesebene.
Ausbau von Unterstützungsangeboten
Wir fordern die Erarbeitung eines nationalen Rechtsanspruchs auf
Persönliche Assistenz unabhängig vom Ausmaß und Art der
Beeinträchtigung sowie die Schaffung von Wahlmöglichkeiten zwischen
verschiedenen Wohnangeboten und maßgeschneiderte Dienstleistungen für
NutzerInnen. In Hinblick auf die Novelle des Sachwalterrechts im
nächsten Jahr soll der Ausbau von Unterstützungskreisen erfolgen, die
Menschen mit Beeinträchtigungen bei wichtigen Entscheidungen beratend
zur Seite stehen.
Lohn statt Taschengeld
Wir fordern ein Ende des Taschengeldes für die über 20.000 Menschen
mit Beeinträchtigungen, die in Werkstätten arbeiten: Sie sollen eine
richtige Entlohnung und damit eigenständige Sozialversicherung und
Pensionsansprüche erhalten. Dafür braucht es eine rasche Änderung der
gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene.
Beeinträchtigung und Migration
Im Bereich Bildung und Arbeit sind Menschen mit Beeinträchtigungen
und Migrationshintergrund nach wie vor überproportional stärker
benachteiligt als Menschen ohne Migrationshintergrund. Die ÖAR ist
derzeit mit dem BMASK über die Koordination für Schutz suchende
Menschen mit Beeinträchtigungen im Gespräch.
ÖAR-Aktion mit Lebenshilfe-SelbstvertreterInnen zum 3. Dezember
"Menschenrechte für alle" fordert das Selbstvertretungs-Forum des
österreichischen Behindertendachverbands ÖAR im Rahmen einer
Theater-Performance am Stephansplatz.
Zahlreiche SelbstvertreterInnen der Organisationen Caritas,
Diakonie, Jugend am Werk, Lebenshilfe sowie von Vienna People First
- gemeinsam ans Werk, setzen sich für Schutzsuchende und Menschen
mit Migrationshintergrund und Beeinträchtigungen ein, deren Teilhabe
durch ihre Herkunft oftmals zusätzlich eingeschränkt ist.
Datum: 3.12.2015, 11:40 - 12:10 Uhr
Ort: Stephansplatz Wien Stock-im-Eisen-Platz
1010, 1010 Wien
Url: http://bit.ly/1StML4rBild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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