- 30.11.2015, 08:40:41
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UN-Klimakonferenz: Greenpeace fordert starkes Klimaabkommen
Bundeskanzler Werner Faymann muss sich für 100 Prozent erneuerbare Energie einsetzen
Utl.: Bundeskanzler Werner Faymann muss sich für 100 Prozent
erneuerbare Energie einsetzen =
Paris/Wien (OTS) - Anlässlich der heute in Paris beginnenden
UN-Klimakonferenz fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace den
österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann auf, sich für ein
starkes und rechtsverbindliches Klimaabkommen einzusetzen. 100
Prozent erneuerbare Energie ist laut der NGO die Lösung um den
Klimawandel zu bremsen. Neben dem Bundeskanzler werden über 145
Staats- und Regierungschef an der Eröffnung der Konferenz teilnehmen.
Ihre Vertreter werden in den kommenden zwei Wochen über das
Klimaabkommen beraten.
„100 Prozent erneuerbare Energie bis zum Jahr 2050 ist nicht nur
notwendig, sondern technisch machbar und schafft zudem auch
Arbeitsplätze. Bundeskanzler Faymann muss sich bei der
UN-Klimakonferenz für eine saubere Energiezukunft stark machen und
diese anschließend auch tatsächlich mittragen“, fordert Alexander
Egit, Geschäftsführer von Greenpeace in Österreich. Die Zeit drängt:
Um die gravierenden Folgen des Klimawandels, wie Dürre, Hochwasser
und Hagel in den Griff zu bekommen, darf die Erderwärmung bis zum
Jahr 2100 die Zwei-Grad-Grenze nicht überschreiten. Mit den bisher
gemachten Zusagen der Länder ihren Treibhausgasausstoß zu reduzieren,
würde die globale Erderwärmung jedoch um 2,7 Grad Celsius steigen.
„Ambitionierte Ziele sind daher ein Muss“, ist Adam Pawloff, Klima-
und Energiesprecher von Greenpeace in Österreich überzeugt.
Doch damit ein solches rechtsverbindliches Klimaabkommen zustande
kommen kann, müssen alle Länder an einem Strang ziehen. Bei der
UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Jahr 2009 haben die
Industriestaaten ab 2020 100 Mrd. US-Dollar jährlich für
Entwicklungsländer zugesagt. Mit dem Geld sollen
Klimaschutzmaßnahmen, etwa der Ausbau von erneuerbarer Energie, sowie
Anpassungsstrategien, wie beispielsweise Hochwasserschutz, umgesetzt
werden. Entwicklungsländer sind bereits heute am meisten von den
Auswirkungen des Klimawandels betroffen – und haben kaum die
finanzielle Ausstattung sich an die Folgen anzupassen. „Österreich
ist im Bereich Klimafinanzierung nach wie vor säumig, eine Zusage
liegt hier noch nicht vor. Doch nur wenn alle Industrieländer einen
finanziellen Beitrag leisten, kann ein Klimaabkommen zustande
kommen“, sagt Pawloff.
„Die UN-Klimakonferenz ist zwar nur ein Schritt auf dem Weg in das
Zeitalter ohne fossile Energie, gleichzeitig aber eine große Chance
um Investoren und der Wirtschaft zu zeigen, dass die Energiewende
unaufhaltbar ist. Österreich darf sich diesem Weg nicht versperren“,
so Alexander Egit abschließend.
Bildarchivmaterial im Rahmen vergangener UN-Klimakonferenzen finden
Sie unter nachstehendem Link. Die Fotos stehen für eine einmalige
Verwendung unter Angabe der Photo Credits (© Greenpeace /
Vorname/Nachname des Fotografen) kostenlos zur Verfügung.
http://bit.ly/1jsROpq
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