UN-Klimakonferenz: Greenpeace fordert starkes Klimaabkommen

Bundeskanzler Werner Faymann muss sich für 100 Prozent erneuerbare Energie einsetzen

Paris/Wien (OTS) - Anlässlich der heute in Paris beginnenden UN-Klimakonferenz fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann auf, sich für ein starkes und rechtsverbindliches Klimaabkommen einzusetzen. 100 Prozent erneuerbare Energie ist laut der NGO die Lösung um den Klimawandel zu bremsen. Neben dem Bundeskanzler werden über 145 Staats- und Regierungschef an der Eröffnung der Konferenz teilnehmen. Ihre Vertreter werden in den kommenden zwei Wochen über das Klimaabkommen beraten.

„100 Prozent erneuerbare Energie bis zum Jahr 2050 ist nicht nur notwendig, sondern technisch machbar und schafft zudem auch Arbeitsplätze. Bundeskanzler Faymann muss sich bei der UN-Klimakonferenz für eine saubere Energiezukunft stark machen und diese anschließend auch tatsächlich mittragen“, fordert Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace in Österreich. Die Zeit drängt:
Um die gravierenden Folgen des Klimawandels, wie Dürre, Hochwasser und Hagel in den Griff zu bekommen, darf die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 die Zwei-Grad-Grenze nicht überschreiten. Mit den bisher gemachten Zusagen der Länder ihren Treibhausgasausstoß zu reduzieren, würde die globale Erderwärmung jedoch um 2,7 Grad Celsius steigen. „Ambitionierte Ziele sind daher ein Muss“, ist Adam Pawloff, Klima-und Energiesprecher von Greenpeace in Österreich überzeugt.

Doch damit ein solches rechtsverbindliches Klimaabkommen zustande kommen kann, müssen alle Länder an einem Strang ziehen. Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Jahr 2009 haben die Industriestaaten ab 2020 100 Mrd. US-Dollar jährlich für Entwicklungsländer zugesagt. Mit dem Geld sollen Klimaschutzmaßnahmen, etwa der Ausbau von erneuerbarer Energie, sowie Anpassungsstrategien, wie beispielsweise Hochwasserschutz, umgesetzt werden. Entwicklungsländer sind bereits heute am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen – und haben kaum die finanzielle Ausstattung sich an die Folgen anzupassen. „Österreich ist im Bereich Klimafinanzierung nach wie vor säumig, eine Zusage liegt hier noch nicht vor. Doch nur wenn alle Industrieländer einen finanziellen Beitrag leisten, kann ein Klimaabkommen zustande kommen“, sagt Pawloff.

„Die UN-Klimakonferenz ist zwar nur ein Schritt auf dem Weg in das Zeitalter ohne fossile Energie, gleichzeitig aber eine große Chance um Investoren und der Wirtschaft zu zeigen, dass die Energiewende unaufhaltbar ist. Österreich darf sich diesem Weg nicht versperren“, so Alexander Egit abschließend.

Bildarchivmaterial im Rahmen vergangener UN-Klimakonferenzen finden Sie unter nachstehendem Link. Die Fotos stehen für eine einmalige Verwendung unter Angabe der Photo Credits (© Greenpeace / Vorname/Nachname des Fotografen) kostenlos zur Verfügung. http://bit.ly/1jsROpq

Rückfragen & Kontakt:

Adam Pawloff
Klima- und Energiesprecher
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)650 37 22 524
E-Mail: adam.pawoff@greenpeace.org

Réka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 85 74 598
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org

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