• 29.11.2015, 10:17:46
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WWF: Endspurt zum Weltklimavertrag

UN-Klimakonferenz muss Ausgangspunkt für weltweite Energiewende werden

Utl.: UN-Klimakonferenz muss Ausgangspunkt für weltweite
Energiewende werden =

Paris/Wien (OTS) - Morgen Montag beginnt die 21. UN-Klimakonferenz in
Paris. Es soll dort ein Weltklimavertrag abgeschlossen werden, der ab
2020 gilt und von allen Staaten getragen wird. Die globale Erwärmung
soll auf unter zwei Grad Celsius begrenzt werden. „Es ist ein Lauf
gegen die Zeit. In Paris soll gelingen, was in Kopenhagen im Jahr
2009 scheiterte. Der Wille, ein Abkommen zu erzielen ist bei vielen
Staaten erkennbar, aber einige kritische Punkte sind weiter offen.
Daran muss mit Hochdruck gearbeitet werden“, sagt Regine Günther,
Generaldirektorin Politik und Klimaschutz beim WWF Deutschland.
„Unsere Generation bestimmt, wie schnell die Gletscher und Pole
zukünftig schmelzen, wie stark extreme Wetterereignisse zuschlagen
und wie stark der Meeresspiegel steigt. Wir diktieren auf ganz neue
Weise die Lebensbedingungen unserer Kinder und Enkel. Genau deshalb
brauchen wir einen Erfolg in Paris. Gelingt es nicht den Klimawandel
in den Griff zu bekommen, droht die Welt aus den Fugen zu geraten“,
so Günther. Dazu gilt es ein Abkommen zu beschließen, dass ein
stabiles Grundgerüst schafft. In den folgenden Jahren müssen die
Klimaschutzanstrengungen dann kontinuierlich ausgebaut werden.

Wichtiges Element eines Abkommens ist ein Langfristziel für eine
dekarbonisierte Welt. Damit müsse der Transformationsprozess zu einem
Wirtschaftssystem, das ohne Kohle, Öl und Gas auskomme,
vorangetrieben werden. Paris muss einen sogenannten
Ambitionsmechanismus verabschieden, der in kurzen Intervallen stetig
höhere Emissionsminderungen durchsetze und zugleich muss Transparenz
bei der Überprüfung der Klimaziele der einzelnen Länder geschaffen
werden.

Trotz der bisherigen Vorarbeit der Staaten würde das Zwei-Grad-Limit
mit den derzeitigen Klimaschutzbeiträgen der Staaten verfehlt. Die
Welt steuert derzeit auf drei Grad globaler Erwärmung zu. Aus
wissenschaftlicher Sicht sei aber sogar eine Begrenzung der globalen
Erwärmung auf 1,5 Grad nötig, wenn man das Überleben vieler
Gemeinschaften, Ökosysteme, Korallenriffe und pazifischen
Inselstaaten ermöglichen will.

Arme Länder brauchen darum massive finanzielle Unterstützung beim Weg
in eine kohlenstofffreie Wirtschaftsweise, zur Anpassung an den
Klimawandel und zur Kompensation von bereits erlittenen Klimaschäden.

Vor dem Inkrafttreten des geplanten Abkommens im Jahr 2020 müssen
dringend weitere Maßnahmen vorangetrieben werden, um die Welt weiter
auf Kurs zu bringen und die wissenschaftlichen Tatsachen mit dem
politischen Handeln in Einklang zu bringen.

Achtung Redaktionen:
Auf der COP 21 in Paris wird es diesmal keine WWF-Vertreter aus
Österreich aber eine große internationale WWF-Delegation mit mehreren
deutschsprachigen WWF-Experten geben. Der WWF wird auf der COP eine
tägliche Pressekonferenz in englischer Sprache abhalten (vom 30.11.
bis 11.12. - außer 6.12.). Uhrzeit: 13.30 Uhr bis 14 Uhr, Ort:
Pressekonferenzraum 3 im Media Center von Le Bourget. Diese wird auch
live im Internet übertragen und später auf Abruf vom UNFCCC zur
Verfügung gestellt. Mehr Informationen hier:
http://unfccc.int/press/items/4862.php.

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