- 27.11.2015, 12:51:25
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SPÖ-Parlamentsklub feiert 10 Jahre Bundestierschutzgesetz
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser: „Brücken schlagen statt Gräben bauen“
Utl.: Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser: „Brücken schlagen
statt Gräben bauen“ =
Wien (OTS/SK) - Gemeinsam mit Gesundheitsministerin Sabine
Oberhauser, Staatssekretärin Sonja Steßl und zahlreichen ExpertInnen
und interessierten ZuhörerInnen feierten SPÖ-Tierschutzsprecher
Dietmar Keck und SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder 10 Jahre
Bundestierschutzgesetz im Parlament. Unter das Motto „Brücken
schlagen und Bewusstsein schaffen“ stellte Gesundheitsministerin
Sabine Oberhauser ihre Festrede anlässlich dieses Festtages: „10
Jahre Bundestierschutzgesetz lehren uns, dass wir ein großes
Bewusstsein für den Tierschutz schaffen und weiter Brücken schlagen
müssen – ganz besonders zwischen der Nutztierhaltung und dem
Tierschutz“. ****
Die Tierschutzministerin lobte die wesentlichen Eckpunkte des
Bundestierschutzgesetzes und in diesem Zusammenhang die
Zusammenarbeit mit den Ländern, die bekanntlich für die Vollziehung
zuständig sind. „Es hat sich vieles im Bereich des Tierschutzes
verbessert“, so Oberhauser.
Zwei Verbesserungen stehen kurz vor der Umsetzung: das Verbot von
Reptilienkaufbörsen und die Katzenkastrationspflicht auch für Katzen
in bäuerlicher Haltung. Dennoch sehe sie großen Handlungsbedarf im
Bereich der Eingriffe ohne Schmerzausschaltung bei Nutztieren – ein
Tierschutzthema, dem sich das Ressort in der nächsten Zeit eingehend
widmen werde. Kritische Worte fand die Tierschutzministerin für die
in Österreich stattfindenden Gatterjagden: „Es kann nicht sein, dass
Tiere in einem abgezäunten Gatter aufgefüttert, gehalten und gepflegt
werden, um sie danach den Jägern vor die Flinte zu treiben“. Das
widerspreche den Grundsätzen der Jagd, so Oberhauser.
Stolz ist die Gesundheitsministerin auf das Projekt „Tierschutz macht
Schule“. „Es ist wichtig, dass wir wissen, wie das Fleisch vom Stall
auf unsere Teller kommt und wir damit ein schärferes Bewusstsein für
den Tierschutz schaffen. Damit müssen wir schon bei den Kleinsten
beginnen“.
Die Tierschutzombudsfrau Claudia Schmied-Wagner betonte die Bedeutung
und Notwendigkeit der Arbeit der Tierschutzombudsleute: „Wir haben
Parteistellung, sind Anlaufstelle für Tierschutzfragen und Vergehen
gegen den Tierschutz – mittlerweile haben wir uns als kompetente
PartnerInnen in Sachen Tierschutz etabliert.“ Universitätsprofessor
Josef Troxler zeichnete sehr eindrucksvoll die Gesetzeswerdung nach
und zog einen internationalen Vergleich: „Österreich ist vorbildhaft
mit der Vereinheitlichung und Verwissenschaftlichung von Tierschutz“.
Für die Europaabgeordnete Karin Kadenbach standen die
Herausforderungen in Sachen Tierschutz auf europäischer Ebene im
Vordergrund: „Österreich hat eine Vorbildwirkung für andere Länder in
Europa. Derzeit gibt es zu viele Unterschiede zwischen den
EU-Mitgliedstaaten. Es ist hier unsere gemeinsame Aufgabe, EU-weit
für strenge Tierschutzstandards zu arbeiten.“ Die Europaabgeordnete
brachte „eine gute Botschaft“ direkt aus dem Europäischen Parlament
zur Festveranstaltung: Gestern, Donnerstag wurde im Europäischen
Parlament eine Resolution für eine gemeinsame Tierschutzstrategie
verabschiedet. „Es gibt Gräben zwischen den einzelnen
Mitgliedsländern, umso wichtiger ist diese Resolution auf EU-Ebene,
um zu einheitlichen Tierschutzstandards zu kommen“, so Kadenbach.
Staatssekretärin Sonja Steßl betonte in ihrer Rede die Bedeutung des
Tierschutzes in einer aufgeklärten Gesellschaft: „Die Politik trägt
die Verantwortung für einen ethisch korrekten Umgang mit Tieren“, so
Steßl. Als einen wesentlichen Fortschritt sieht die Staatssekretärin,
dass Tierschutz als Staatsziel in den Verfassungsrang geschrieben
wurde. „Es war immer die SPÖ, die den Tierschutz vorangetrieben hat“,
so Steßl. (Schluss) sc/rm/mp
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