• 25.11.2015, 15:47:28
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Sanierungsscheck: Reduktion der Fördermittel wäre falsches Signal

Bundesinnungsmeister Frömmel: „Sanierungsscheck bringt dem Finanzminister mehr, als er kostet“

Utl.: Bundesinnungsmeister Frömmel: „Sanierungsscheck bringt dem
Finanzminister mehr, als er kostet“ =

Wien (OTS) - Nachdem der Sanierungsscheck gegenüber 2014 heuer
bereits von 100 auf 80 Mio. € gekürzt worden war, ist für das nächste
Jahr eine weitere, massive Reduktion der Mittel geplant: 2016 stehen
lt. aktuellem Budget 43 Mio. € für die thermische Sanierung von
Gebäuden zur Verfügung. Im Hinblick auf die morgige Beschlussfassung
des Budgets im Nationalrat unterstreicht die Bundesinnung Bau die
enormen Hebelwirkungen des Sanierungsschecks.

„Nach unseren Berechnungen lösen 100 Mio. € staatliche Förderung
pro Jahr Investitionen von mindestens 650 Mio. € aus“ so
Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel. “Damit werden 7.000
Arbeitsplätze in der Bauausführung sowie in vor- bzw. nachgelagerten
Branchen gesichert und 95 Mio. € an Arbeitslosengeld gespart. Das
bringt dem Finanzminister 70 Mio. € an Lohnsteuer und der
Sozialversicherung 104 Mio € an Beitragszahlungen. Zudem lukriert der
Finanzminister 91 Mio. € Umsatzsteuer bei Privatgebäuden.“

Laut den Angaben der beiden zuständigen Ministerien wurden allein
2015 mehr als 17.000 Anträge eingereicht, die ein Investitionsvolumen
von mehr als 570 Mio. € auslösten – mit dem reduzierten Fördervolumen
von 80 Mio. € wohlgemerkt.

Sogar noch größere Hebelwirkungen hat das
Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in einer Evaluierung der
Umweltförderungen des Bundes für die Jahre 2011 bis 2013
herausgefunden. Im besagten Zeitraum wurden für Gebäudedämmung
insgesamt 286 Millionen Euro vom Staat in die Hand genommen. Dadurch
wurden Investitionen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro angeschoben.

„Mir fehlt beim besten Willen das Verständnis, wenn gerade bei
Modellen wie dem Sanierungsscheck, bei welchen der Staat durch
Einnahmen aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen sowie weniger
Kosten für Arbeitslosenunterstützung ein Vielfaches einnimmt, der
Rotstift angesetzt wird. Eine Reduktion der Fördermittel wäre gerade
angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation das falsche
Signal“, so Frömmel abschließend. (PWK929/US)

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