- 25.11.2015, 11:55:28
- /
- OTS0126 OTW0126
Wurm: Körperliche und sexuelle Integrität von Frauen schützen – Flüchtlingsfrauen brauchen Schutz
Verschärfungen im Sexualstrafrecht waren wichtiger Schritt im Gewaltschutz
Utl.: Verschärfungen im Sexualstrafrecht waren wichtiger Schritt im
Gewaltschutz =
Wien (OTS/SK) - Den heutigen „Internationalen Tag gegen Gewalt an
Frauen“ nimmt SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm zum Anlass, auf die
schwierige Situation von weiblichen Flüchtlingen hinzuweisen. Am
dringendsten sei es, jene Frauen, die Gewalt erlebt haben – entweder
in ihrem Herkunftsland oder auf der Flucht – vor weiterer Gewalt zu
schützen. Erfreut ist Wurm, dass auch Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek sich des Themas „Frauen und Flucht“ im kommenden Jahr
verstärkt annehmen will und dazu auch erste Gespräche mit NGOs
geführt hat. ****
„Gewalt gegen Frauen ist allerdings ein Thema, das die gesamte
Gesellschaft betrifft. Jede fünfte Frau in Österreich wird mindestens
einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt. Dabei stammen die Täter meist
aus dem sozialen Nahraum. Wir müssen alles daran setzen, die
körperliche und sexuelle Integrität von Mädchen und Frauen zu
schützen", fordert Wurm, Vorsitzende des Gleichbehandlungsausschusses
im Parlament.
Froh ist Wurm, dass es gelungen ist, im Zuge der Strafgesetzreform
auch das Sexualstrafrecht zu verschärfen – eine langjährige Forderung
der SPÖ-Frauen gemeinsam mit Frauengruppen aus dem NGO-Bereich. Es
sei gelungen, das Prinzip der sexuellen Selbstbestimmung der Frauen
im Strafrecht zu stärken. Gleichzeitig wurde klargestellt, dass
sexuelle Belästigung kein Kavaliersdelikt ist. Wurm: „Der stärkere
Schutz der sexuellen Integrität war ein wichtiger frauenpolitischer
Erfolg. Mit den neuen Bestimmungen im Strafrecht sagen wir klar: Ein
Nein muss genügen!“
Aber auch wenn Österreich über ein dichtes Netz an Einrichtungen für
Frauen und gute Gewaltschutzgesetze verfügt, seien diese oftmals zu
wenig bekannt. Die SPÖ-Frauen werden deshalb in den nächsten „16
Tagen gegen Gewalt“ österreichweit in Lesungen gegen Gewalt auf die
Hilfseinrichtungen und Frauenberatungsstellen in Österreich
aufmerksam machen.
„16 Tage gegen Gewalt“ ist eine internationale Kampagne, die jedes
Jahr von 25. November bis 10. Dezember stattfindet. Auf der ganzen
Welt nützen Initiativen den Zeitraum vom Internationalen Tag gegen
Gewalt an Frauen bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte, um
auf das Recht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam zu machen.
Aus diesem Anlass hat heute auch der SPÖ-Parlamentsklub mit u.a.
Nationalratspräsidentin Doris Bures, Klubobmann Andreas Schieder und
Frauensprecherin Gisela Wurm im Parlament bei einer Fotoaktion mit
einem Zitat von Bertolt Brecht „Der starke Mann ist stärker ohne
Gewalt“ ein Zeichen gesetzt: „Männer müssen gemeinsam mit Frauen
gegen Gewalt kämpfen!“
Fotos von der Aktion stehen auf Flick unter
http://tinyurl.com/qcwulfh zur Verfügung. (Schluss) ve/ah
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






