• 25.11.2015, 11:30:01
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Präsentation der Ergebnisse der Kampagne „GewaltFREI LEBEN“

Aufbau einer breiten gesellschaftlichen Allianz zur Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern konnte erzielt werden

Utl.: Aufbau einer breiten gesellschaftlichen Allianz zur
Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern konnte erzielt
werden =

Wien (OTS) - Heute hat Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek
gemeinsam mit den ProjektpartnerInnen Verein Autonome Österreichische
Frauenhäuser (AÖF), Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der
Familie und Bundesjugendvertretung (BJV) die Ergebnisse der Kampagne
„GewaltFREI LEBEN“ präsentiert.

In den letzten zwei Jahren konnte eine breite Allianz zur
Verhinderung von Gewalt an Frauen und Kindern quer durch viele
Gesellschaftsbereiche aufgebaut werden. Mehr als 170 engagierte
PartnerInnen, von Privatunternehmen über soziale Einrichtungen bis
hin zu Einzelpersonen, haben die Kampagne „GewaltFREI LEBEN“
unterstützt. Auch mit spezifischen Zielgruppen, die im Vorfeld für
eine nachhaltige Gewaltprävention als besonders wichtig ausgemacht
wurden, konnten Kooperationen auf- und ausgebaut werden: mit dem
Gesundheitsbereich, mit Einrichtungen, deren Zusammenarbeit einen
bestmöglichen Schutz von Betroffenen vor schwerer Gewalt ermöglicht
(wie Polizei, Gewaltschutzzentren und Frauenhäuser), mit engagierten
Personen, die Gewaltpräventionsworkshops für Kinder und Jugendliche
abhalten, mit (Selbst-) Organisationen von und für Migrantinnen sowie
mit Medien.

Um die Erfahrungen über den Kampagnenzeitraum hinaus nutzbar zu
machen, wurden für einige Bereiche Publikationen erarbeitet: ein
Leitfaden für das Management in Krankenhäusern, ein Leitfaden zur
Implementierung von multi-institutionellen Fallkonferenzen, eine
Toolbox für die Gewaltpräventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen,
beispielsweise für Schulen und Jugendgruppen, sowie eine Publikation
über verantwortungsvolle Berichterstattung.

Darüber hinaus konnte mit der Unterstützung der PartnerInnen von
„GewaltFREI LEBEN“ die Telefonnummer der Frauenhelpline gegen Gewalt
0800 222 555 bekannter gemacht werden. Die Nummer der Frauenhelpline
war unter anderem auf 4.000 Großflächenplakaten in Wien, Kärnten,
Oberösterreich und Tirol zu sehen. Auch öffentlich-rechtliche und
private Sender unterstützten die Kampagne: Sie haben mehrfach den TV-
und Radiospot der Kampagne unentgeltlich geschalten.

„Wir haben bereits wichtige Fortschritte im Schutz von Frauen vor
Gewalt erreicht – zuletzt im Strafrecht: Im kommenden Jahr tritt eine
Strafrechtsnovelle in Kraft. Mit der Erweiterung des Tatbestands
sexueller Belästigung ist ein wichtiger Meilenstein gelungen, der mir
als Frauenministerin schon lange ein Anliegen war. Die Verankerung im
Strafrecht ist ein großer Erfolg für den Schutz von Frauen vor
sexueller Belästigung. Mit dem Motto „Ein Nein muss genügen!“ soll
die öffentliche Wahrnehmung hinsichtlich sexueller Belästigung
geschärft werden. Doch trotz umfassender gesetzlicher Maßnahmen und
eines breiten Unterstützungsangebotes ist nach jüngsten Studien
weiterhin etwa jede fünfte Frau in Österreich von körperlicher
und/oder sexueller Gewalt betroffen. Es bleibt also noch viel zu tun
und die Kampagne „GewaltFREI LEBEN“ hat hierzu konkrete und
umfassende Beiträge geleistet“, so Bundesministerin Gabriele Heinisch
Hosek.

„Gewalt an Frauen und Kindern ist in Österreich noch immer ein
enormes Problem, das in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden
ist. Neben wirksamen Gesetzen und spezifischen Hilfseinrichtungen
braucht es vor allem das Bewusstsein der Bevölkerung für einen klaren
Standpunkt gegen Gewalt. Mit der Kampagne „GewaltFREI LEBEN“ haben
wir einen weiteren Schritt in diese Richtung machen können. Viele
Organisationen, Einrichtungen und Einzelpersonen haben sich
engagiert. Und viele Personen, die bisher noch wenig über das Thema
oder über Hilfseinrichtungen wussten, konnten erreicht werden. Es ist
wichtig, dass das Thema in der Gesellschaft aufgegriffen wird, nur so
kann mehr Bewusstsein geschaffen werden. Und die Bereitschaft und das
Interesse in der Gesellschaft sind da, das haben wir in den letzten
zwei Jahren ganz klar gesehen. All diesen Personen, die die
GewaltFREI LEBEN-Kampagne mitgetragen haben, möchte ich danken! Und
ich möchte an die Politik appellieren, dass derartige Kampagnen in
Zukunft wiederholt werden. Damit Gewalt an Frauen und Kindern endlich
ein Ende hat“, sagte Maria Rösslhumer, Geschäftsführerin des Vereins
Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) und des Vereins WAVE
(Women Against Violence Europe), Koordinatorin der Kampagne
„GewaltFREI LEBEN“.

Um die erreichten Meilensteine der Kampagne GewaltFREI LEBEN
gemeinsam mit den PartnerInnen und Interessierten zu reflektieren,
findet am 25.11.2015 die Veranstaltung „GewaltFREI LEBEN – Gewalt an
Frauen und Kindern verhindern“ im Bundesministerium für Bildung und
Frauen statt. Die Veranstaltung ist gleichzeitig der Auftakt der „16
Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ sowie der interdisziplinären
Ringvorlesung „Eine von fünf“, die heuer bereits zum sechsten Mal
unter der Lehrveranstaltungsleitung von Ao.Univ.-Prof.in Dr.in Andrea
Berzlanovich in Kooperation mit dem Verein Autonome Österreichische
Frauenhäuser (AÖF) am Department für Gerichtsmedizin der
Medizinischen Universität Wien abgehalten wird. 2015 ist sie der
Kampagne „GewaltFREI LEBEN“ gewidmet und Interessierte können von
26.11. bis 14.12.2015 einen vertieften Einblick in die verschiedenen
Projekte gewinnen.

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