- 24.11.2015, 11:05:38
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Caritas zu Einreiseverbot in Mazedonien: Zugang zu Asyl ist Menschenrecht
Landau: “Jeder Mensch hat das Recht auf ein faires Asylverfahren. Es ist unmenschlich und rechtlich untragbar, Schutzsuchende abzuweisen und in der Kälte warten zu lassen.“
Utl.: Landau: “Jeder Mensch hat das Recht auf ein faires
Asylverfahren. Es ist unmenschlich und rechtlich untragbar,
Schutzsuchende abzuweisen und in der Kälte warten zu lassen.“ =
Wien (OTS) - „Asyl ist ein Menschenrecht. Der Zugang zu einem fairen
Asylverfahren in Europa muss für alle schutzsuchenden Menschen
gewährleistet sein. Die pauschale Abweisung von Männern, Frauen und
Kindern an den Grenzen aus bestimmten Nationen ohne
Asyl-Einzelprüfung ist untragbar. Auch Nicht-EU-Mitgliedsländer wie
Mazedonien, die die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet haben,
müssen Asylverfahren durchführen. Es ist menschenrechtswidrig,
pauschal nach Nationalität zurückzuweisen. Dies muss natürlich auch
für Österreich und alle EU-Mitgliedsstaaten gelten", appelliert
Caritas Präsident Michael Landau an das Innen – und das
Außenministerium hier bilateral und auf europäischer Ebene aktiv zu
werden. „Die Bilder von der griechisch-mazedonischen Grenze machen
betroffen. Kleine Kinder hinter Grenzzäunen in der Kälte ausharren zu
lassen, ist unmenschlich und darf nicht der Weg Europas sein. Hier
droht eine humanitäre Katastrophe!“
Die Balkan-Länder Mazedonien, Serbien und Kroatien hatten am
Donnerstag damit begonnen, nur noch Flüchtlinge aus bestimmten
Ländern einreisen zu lassen.
Nur Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak dürfen die
Grenze passieren. Schutzsuchende aus anderen Ländern werden an der
Grenze pauschal abgewiesen. Am griechischen Grenzübergang Idomeni
müssen deshalb mehr als tausend Menschen, etwa aus Pakistan, dem
Iran, Marokko, Bangladesch und Algerien, ausharren.
„Wenn Grenzen dicht gemacht werden, kommt es auch zu einer
Verschiebung der Fluchtrouten innerhalb Europas, also letztlich zu
mehr Risiko für Menschen auf der Flucht und zu höheren Gewinnen für
Schlepper. Kein Grenzzaun, keine Mauer werden Menschen daran hindern
können, vor Krieg und Verfolgung zu flüchten“, so Landau. „Solange
Krieg herrscht, solange Mütter und Kinder hungern, weil die
Staatengemeinschaft in der Hilfe versagt und solange viel Geld mit
Waffen verdient wird, solange werden sich Menschen unter dem Einsatz
ihres Lebens auf den Weg machen und in Europa Schutz suchen.
Österreich und die internationale Staatengemeinschaft müssen endlich
ganz entschieden an den Ursachen der Flüchtlingstragödie ansetzen und
zu einem Weg der solidarischen Aufgabenbewältigung finden!“
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