• 19.11.2015, 12:34:53
  • /
  • OTS0149 OTW0149

GdG-KMSfB-Bundeskongress beschließt Antrag zur Zukunft der Arbeitswelt

Wien (OTS) - In den vergangenen Jahren konnten bei der Entwicklung
digitaler Technologien bahnbrechende Neuerungen verzeichnet werden.
Das neue, riesige Potenzial der Digitaltechnik ermöglicht die
Automatisierung von immer mehr Aufgaben und Tätigkeiten. Am zweiten
Tag des Bundeskongresses der GdG-KMSfB (Gewerkschaft der
Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe)
beschlossen die Delegierten heute, Donnerstag, einen Antrag zur
Zukunft der Arbeitswelt.++++

Die digitale Revolution stellt Gewerkschaften vor neue
Herausforderungen. Die Digitalisierung impliziert bedeutende
Veränderungs- und Umstrukturierungsprozesse in fast alle Bereichen
der Dienstleistungsbranche, inklusive der öffentlichen Dienstleisten
wie zum Beispiel E-Government, E-Health und Smart Cities, die noch
vor kurzem als gegenüber technischer Rationalisierung resistent
galten. Die Dienstleistungsbranche galt lange Zeit als Stütze anderer
Wirtschaftszweige (z. B. Landwirtschaft, Bergbau, verarbeitende
Industrie und Bauwesen), der Haushalte und der Verbraucher bei
vorwiegend passiver Nutzung neuer Technologien. Mit dem Einzug des
Internets in Kombination mit der Liberalisierung der
Telekommunikationsdienstleistungen hat sich die Rolle der
Dienstleistungen jedoch grundlegend gewandelt.

Am zweiten Tag des Bundeskongresses der GdG-KMSfB im Austria Center
Vienna waren hochkarätige ExpertInnen wie Klemens Himpele
(Abteilungsleitung MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik), Thomas
Riesenecker-Caba (Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt
(FORBA)) und Gabriele Bischoff (Vorsitzende der
ArbeitnehmerInnengruppe des Europäischen Wirtschafts- und
Sozialausschusses) zu einer Publikumsdiskussion geladen. Auf Chancen
der technischen Entwicklung verwies Klemens Himpele: „Der Zugang zum
Arbeitsmarkt für Menschen mit Handicap wie körperlicher Behinderung
oder Pflegetätigkeiten wird erleichtert.“ Die Befürchtungen auf den
Punkt brachte Thomas Riesenecker-Caba: „Wovor wir uns vor 50 Jahren
gefürchtet haben, das wird jetzt Realität: der gläserne
Arbeitnehmer.“ Gabriele Bischoff fasste zusammen: „Natürlich
versuchen die Arbeitgeber, das jetzt zu nutzen für eine weitere
Deregulierung. Aufgabe der Gewerkschaft wird es sein, die Arbeitswelt
mit zu gestalten, für selbstbestimmte, aber abgesicherte
ArbeitnehmerInnen und Arbeitnehmer.“

Im Anschluss beschlossen die Delegierten der GdG-KMSfB einen Antrag
zur Zukunft der Arbeitswelt. Schwerpunkte sind die Gestaltung der
Arbeitsumwelt, die Verteilung von Arbeit durch Arbeitszeitverkürzung
und die Einführung einer Digitalisierungsdividende.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel