- 18.11.2015, 20:40:52
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GdG-KMSfB: Eröffnung des 2. Bundeskongresses
Wird in den kommenden zwei Tagen fortgesetzt – Freitag Wiederwahl Bundespräsidium
Utl.: Wird in den kommenden zwei Tagen fortgesetzt – Freitag
Wiederwahl Bundespräsidium =
Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, wurde der 2. Bundeskongress der
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kultur, Medien, Sport, freie
Berufe (GdG-KMSfB) vor 577 Delegierten eröffnet. Begrüßungsworte
sprachen der Vorsitzende der GdG-KMSfB Christian Meidlinger,
Bundeskanzler Werner Faymann, der Wiener Landtagspräsident Harry
Kopietz, die Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB,
Renate Anderl und Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten
Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).****
Meidlinger erinnerte an die Terroranschläge in Paris. Man sei
solidarisch mit den Angehörigen der überwiegend jungen Opfer und man
dürfe dem Terror nicht nachgeben. „Die Antwort liegt im
Zusammenrücken, im näher stehen. Die Antwort liegt nicht in der
Beschränkung, Überwachung und Beschneidung unserer persönlichen
Freiheit, diesen Vorhaben erteilen wir eine klare Absage“, so
Meidlinger. „Unser Motto - Solidarisch – mit den Flüchtlingen, mit
Asylwerbern, gerade bei diesem Punkt zeigt sich, wie viel ärmer
unsere Gesellschaft ohne die tollen Gemeindebediensteten und
Kulturschaffenden wäre“, betonte der GdG-KMSfB-Vorsitzende.
„Wien ist die erfolgreichste und lebenswerteste Stadt der Welt. Aber
das kommt ja nicht von ungefähr“, sagte Kopietz. Wien sei eine
Drehscheibe zwischen Ost und West, sei ein Tourismusmagnet und eine
wichtige Kongressstadt. „Das alles würde es nicht geben, ohne die
tausenden MitarbeiterInnen dieser Stadt.“ Ebenso wichtig seien die
KünstlerInnen und Kulturschaffenden, „ohne sie wäre Österreich und
Wien nicht das was es ist“.
Anderl verwies in ihrem Redebeitrag auf die Leistungen der
Gewerkschaften des vergangenen Jahres. „Genau vor einem Jahr haben
wir 882.000 Unterschriften an die Bundesregierung übergeben. Die
Menschen haben uns unterstützt, weil sie gemerkt haben, dass die
Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaften mühsam verhandeln, beim
Finanzminister landen“. Ab ersten Jänner werden die Menschen die
Lohnsteuersenkung spüren.
Frank Bsirske ging auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt
ein. Derzeit „hat Arbeit ihre Zeit und ihren Ort“. Hier werde es
Veränderungen geben, dies habe Vor- und Nachteile. Er sieht
„gesellschaftliche Freiheitsräume, deren Potential man nicht
unterschätzen darf“. Die Nachteile seien aber die Messbarkeit der
Leistungsunterschiede, Herrschaftskonflikte um Daten und der Druck
auf die ArbeitnehmerInnen werde steigen. Nicht zuletzt werde es zu
massiven Verwerfungen am Arbeitsmarkt kommen, neben steigender
Arbeitslosigkeit werde auch die Prekarisierung zunehmen. „Die
Digitalisierung an sich ist nicht das Problem, sondern das, was die
Menschen daraus machen“, so Bsirske, der appellierte, dass die
Gewerkschaften dieses Thema in den Mittelpunkt stellen.
Bundespräsident Heinz Fischer richtete zum Abschluss via
Videogrußbotschaft aus: „Ich möchte mich für die Arbeit der letzten
Jahre bedanken und alles Gute für die Zukunft wünschen. In Zeiten der
Flüchtlingskrise sieht Fischer die Gewerkschaftsbewegung als „starke
Stütze“: „Die Gewerkschaftsarbeit beruht auf dem Grundgedanken der
Solidarität.“
In den nächsten zwei Tagen wird in vier Panels über folgende
Themengebiete diskutiert:
• Arbeiten 4.0 – die digitale Revolution gestalten
• Daseinsvorsorge – global unter Druck – Lösungsansätze
• Finanzierung der Daseinsvorsorge vs. Fiskalpakt & Co
• Kunst und Kultur – Kreativität trifft Wirtschaft
Am Freitag steht außerdem die Wiederwahl des Bundespräsidiums am
Programm und die TeilnehmerInnen stimmen über einen neuen Namen ab.
(Schluss)
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