GdG-KMSfB: Eröffnung des 2. Bundeskongresses

Wird in den kommenden zwei Tagen fortgesetzt – Freitag Wiederwahl Bundespräsidium

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, wurde der 2. Bundeskongress der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kultur, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) vor 577 Delegierten eröffnet. Begrüßungsworte sprachen der Vorsitzende der GdG-KMSfB Christian Meidlinger, Bundeskanzler Werner Faymann, der Wiener Landtagspräsident Harry Kopietz, die Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende des ÖGB, Renate Anderl und Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).****

Meidlinger erinnerte an die Terroranschläge in Paris. Man sei solidarisch mit den Angehörigen der überwiegend jungen Opfer und man dürfe dem Terror nicht nachgeben. „Die Antwort liegt im Zusammenrücken, im näher stehen. Die Antwort liegt nicht in der Beschränkung, Überwachung und Beschneidung unserer persönlichen Freiheit, diesen Vorhaben erteilen wir eine klare Absage“, so Meidlinger. „Unser Motto - Solidarisch – mit den Flüchtlingen, mit Asylwerbern, gerade bei diesem Punkt zeigt sich, wie viel ärmer unsere Gesellschaft ohne die tollen Gemeindebediensteten und Kulturschaffenden wäre“, betonte der GdG-KMSfB-Vorsitzende.

„Wien ist die erfolgreichste und lebenswerteste Stadt der Welt. Aber das kommt ja nicht von ungefähr“, sagte Kopietz. Wien sei eine Drehscheibe zwischen Ost und West, sei ein Tourismusmagnet und eine wichtige Kongressstadt. „Das alles würde es nicht geben, ohne die tausenden MitarbeiterInnen dieser Stadt.“ Ebenso wichtig seien die KünstlerInnen und Kulturschaffenden, „ohne sie wäre Österreich und Wien nicht das was es ist“.

Anderl verwies in ihrem Redebeitrag auf die Leistungen der Gewerkschaften des vergangenen Jahres. „Genau vor einem Jahr haben wir 882.000 Unterschriften an die Bundesregierung übergeben. Die Menschen haben uns unterstützt, weil sie gemerkt haben, dass die Lohnerhöhungen, die die Gewerkschaften mühsam verhandeln, beim Finanzminister landen“. Ab ersten Jänner werden die Menschen die Lohnsteuersenkung spüren.

Frank Bsirske ging auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt ein. Derzeit „hat Arbeit ihre Zeit und ihren Ort“. Hier werde es Veränderungen geben, dies habe Vor- und Nachteile. Er sieht „gesellschaftliche Freiheitsräume, deren Potential man nicht unterschätzen darf“. Die Nachteile seien aber die Messbarkeit der Leistungsunterschiede, Herrschaftskonflikte um Daten und der Druck auf die ArbeitnehmerInnen werde steigen. Nicht zuletzt werde es zu massiven Verwerfungen am Arbeitsmarkt kommen, neben steigender Arbeitslosigkeit werde auch die Prekarisierung zunehmen. „Die Digitalisierung an sich ist nicht das Problem, sondern das, was die Menschen daraus machen“, so Bsirske, der appellierte, dass die Gewerkschaften dieses Thema in den Mittelpunkt stellen.

Bundespräsident Heinz Fischer richtete zum Abschluss via Videogrußbotschaft aus: „Ich möchte mich für die Arbeit der letzten Jahre bedanken und alles Gute für die Zukunft wünschen. In Zeiten der Flüchtlingskrise sieht Fischer die Gewerkschaftsbewegung als „starke Stütze“: „Die Gewerkschaftsarbeit beruht auf dem Grundgedanken der Solidarität.“

In den nächsten zwei Tagen wird in vier Panels über folgende Themengebiete diskutiert:

  • Arbeiten 4.0 – die digitale Revolution gestalten
  • Daseinsvorsorge – global unter Druck – Lösungsansätze
  • Finanzierung der Daseinsvorsorge vs. Fiskalpakt & Co
  • Kunst und Kultur – Kreativität trifft Wirtschaft

Am Freitag steht außerdem die Wiederwahl des Bundespräsidiums am Programm und die TeilnehmerInnen stimmen über einen neuen Namen ab. (Schluss)

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