Arsenovic/Grüne Wirtschaft: »Wirtschaft ist ein Kernanliegen grüner Politik in Wien«

EPU-Förderung, soziale Absicherung, Digitalisierung und Leerstandsnutzung als Schwerpunkte im neuen Regierungsübereinkommen

Wien (OTS) - »Die Weiterführung der rot-grünen Koalition ist ein Gewinn für die Wiener Wirtschaft und ihre Selbständigen«, stellt Hans Arsenovic, Landessprecher der Grünen Wirtschaft Wien, fest. Als Mitverhandler im grünen Team zeigt er sich besonders erfreut über die geplanten Investitionen zur Förderung von UnternehmerInnen und die Sicherung von ihnen geschaffener Arbeitsplätze.

So werden etwa die Vergabekriterien der Stadt Wien zugunsten einer lokalen, sozialen und ökologischen Wirtschaft adaptiert: »Durch die Zulassung von Bietergemeinschaften sollen so auch Kleinstunternehmen öffentliche Aufträge lukrieren können.« Arsenovic verweist damit auch auf die steigende Zahl der Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die mittlerweile die Mehrheit unter den Wiener Selbständigen bilden. Sie seien oft nur ein »Zwischenschritt« auf dem Weg zum Arbeitgeber-Unternehmen und würden künftig vermehrt durch Co-Working-Spaces und Public-Business-Places unterstützt.

Gerade in der Startphase macht vielen EPU jedoch ihre soziale Situation zu schaffen: Während der Auftragsakquise sind wenig bis keine Umsätze zu erzielen. »Wir werden deshalb überprüfen lassen, ob und wie EPU in Zukunft etwa die bedarfsorientierte Mindestsicherung beziehen können, ohne dass sie dafür zwingend ihr Gewerbe ruhend stelle«, zeigt Arsenovic die vorherrschende Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit für GründerInnen auf.

Auch eine Lockerung der Gewerbeordnung steht im Regierungsübereinkommen. Grenzen sollen den Selbstständigen nur dort gesetzt werden, wo der Schutz der KonsumentInnen und der ArbeitnehmerInnen, die Interessen der Bevölkerung oder der Umwelt dies erfordern. Denn, so ist Arsenovic überzeugt: »Regulierungen sind kein Selbstzweck. Sie dienen nur dazu, verschiedene Interessen gegeneinander abzuwägen - und das drückt sich im Alltag als Benachteiligung der EPU aus.«

Vielfalt, Digitalisierung und die flexiblere Förderung von Start-ups - auch durch neue Konzepte der Leerstandsnutzung - sowie die Attraktivierung von Erdgeschoßzonen sind weitere Schwerpunkte bis 2020. »Das Regierungsübereinkommen zeigt jedenfalls deutlich, dass Wirtschaft ein Kernanliegen grüner Politik ist«, freut sich Arsenovic.

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