- 18.11.2015, 13:19:22
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EU ortet Rechtswidrigkeiten beim AKW-Ausbau in Ungarn
Greenpeace fordert ungarische Regierung auf, Kraftwerkspläne einzustampfen
Utl.: Greenpeace fordert ungarische Regierung auf, Kraftwerkspläne
einzustampfen =
Brüssel/Wien (OTS) - Wie heute die Nachrichtenagentur Reuters bekannt
gab, könnte die Europäische Kommission den Ausbau des ungarischen
Atommeilers Paks untersagen. Die Kommission wirft der ungarischen
Regierung vor, den Bauauftrag für Paks II ohne öffentliche
Ausschreibung und somit EU-rechtswidrig vergeben zu haben. Die
EU-Kommission beabsichtigt am Donnerstag eine entsprechende
Untersuchung einzuleiten, für deren Dauer die Bautätigkeit in Paks
eingestellt wird. In weiterer Folge könnte damit der Ausbau des nur
180 Kilometer Luftlinie von der österreichischen Grenze entfernten
AKW jetzt gänzlich gestoppt werden. Die Umweltschutzorganisation
Greenpeace fordert angesichts dieser Entwicklung die ungarische
Regierung zur Aufgabe ihrer AKW-Pläne auf.
„Greenpeace begrüßt das angekündigte Vorgehen der Europäischen
Kommission. Diese muss weiter standhaft bleiben um den offenbar
rechtswidrigen Ausbau des Atommeilers Paks zu verhindern“, fordert
Adam Pawloff, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace in Österreich, „Im
Sinne der Wiederherstellung guter nachbarschaftlicher Beziehungen
zwischen Ungarn und Österreich täte die ungarische Regierung
ihrerseits gut daran, ihre Atompläne gänzlich einzustampfen.“
Die ungarische Regierung glaubt jedoch offenbar nicht daran, dass sie
den Ausbau des AKW Paks tatsächlich stoppen muss, sondern will mit
der EU diesbezüglich verhandeln. Sollte Brüssel im Zuge der
Untersuchungen nachgeben, könnte das in Zukunft nachteilige Folgen
für Österreich haben: „Mit dem Ausbau von Paks droht ein weiterer
Atommeiler vor unserer Haustüre, nur 180 Kilometer von der Grenze
entfernt. Atomkraft ist eine Hochrisikotechnologie, wie die
Atomkatastrophen in Tschernobyl oder Fukushima zeigen“, warnt
Pawloff, „Statt die Gesundheit der Menschen in Europa durch Atomkraft
zu gefährden, sollte Ungarn auf sichere umwelt- und vor allem
menschenfreundliche Energieträger wie Wind- und Solarkraft setzen“,
so Pawloff abschließend.
Meldung auf Reuters: http://bit.ly/1l5lNVt
Bildmaterial
finden Sie unter http://bit.ly/1OeSWYL
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