- 17.11.2015, 13:07:08
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Korosec: Finanzielle Situation der Krankenkassen mit verbessertem Ausblick!
E-Medikation so rasch wie möglich umsetzen!
Utl.: E-Medikation so rasch wie möglich umsetzen! =
Wien (OTS) - Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreichischen Seniorenbundes, Landesvorsitzende des Wiener
Seniorenbundes und aufgrund ihres Vorzugsstimmen-Erfolges weiterhin
Landtagsabgeordnete in Wien hält zu den aktuellen Entwicklungen in
der Krankenversicherung fest:
„Noch im Sommer sah die Gebarungsprognose der Krankenkassen einen
Abgang von 129 Millionen vor. Aufgrund von Medikamentenkosten, die
günstiger als erwartet ausgefallen sind und aufgrund von
Beitragseinnahmen, die stärker als zuvor erwartet gestiegen sind,
sieht die neue Gebarungsprognose nunmehr einen Abgang von 85
Millionen vor – also um 44 Millionen weniger als noch vor drei
Monaten! Der Seniorenbund freut sich über diese Entwicklung
ausdrücklich!“
E-Medikation dringend umsetzen, um gefährliche
Medikamenten-Wechselwirkungen zu verhindern!
Korosec nimmt zudem Stellung zur Aktion der Salzburger
Gebietskrankenkassen, in der vor zu vielen Medikamenten im Alter
gewarnt wird:
„Ja, zu viele Seniorinnen und Senioren nehmen zu viele Medikamente
ein uns setzen sich damit der Gefahr von gesundheitsschädlichen
Wechselwirkungen aus! Genau deshalb wurde ja schon im Jahre 2011 ein
Pilotprojekt der e-Medikation durchgeführt, in dem durch Einsatz der
e-Card die Medikamentenlisten der einzelnen Patientinnen und
Patienten bei jeder Verschreibung auf Wechselwirkungen und auf
Vorhandensein des neu verschriebenen Wirkstoffs im neu verschriebenen
Medikament getestet werden konnte.“
Korosec zu den Ergebnissen des Pilotversuches:
„Seit Mai 2012 (!) liegt nun der Bericht dieses Pilotversuches vor:
in 12,64 Prozent der Fälle von neuen Medikamentenverschreibungen
erfolgte eine Duplikatswarnung – das heißt, das neue Medikament
enthielt einen Wirkstoff, den die Patientin / der Patient schon durch
bisher eingenommene Medikamente erhalten hatte! Das neue Medikament
war daher unnötig – hätte im Falle der Einnahme sogar
(gesundheitsschädigende) Nachteile für den betroffenen Menschen
gebracht!“
„Rechnet man diese 12,64 Prozent an eingenommenen, aber nicht
benötigten Medikamenten in Geld um, so bedeutet dies eine Einsparung
für die Gebietskrankenkassen von fast 400 Millionen Euro! Uns vom
Seniorenbund ist unbegreiflich, warum dieses erfolgreiche Projekt der
e-Medikation bis heute nicht flächendeckend umgesetzt wurde!“
Korosec abschließend: „Wir begrüßen daher die Informationskampagne
der Salzburger Gebietskrankenkassen an die Seniorinnen und Senioren.
Es ist nun aber höchst an der Zeit, das Projekt der e-Medikation
rasch und flächendeckend umzusetzen! Es geht hier um die Sicherheit
der Patientinnen und Patienten und um fast 400 Millionen
Einsparungspotential! Beides kann uns kaum Wurscht sein!“
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