- 17.11.2015, 11:09:54
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Noch mehr Sicherheit an Österreichs Eisenbahnkreuzungen
ÖBB und WKÖ-FV Fahrschulen setzen auf verstärkte Zusammenarbeit beim Thema richtiges Verhalten vor Eisenbahnkreuzungen.
Utl.: ÖBB und WKÖ-FV Fahrschulen setzen auf verstärkte
Zusammenarbeit beim Thema richtiges Verhalten vor
Eisenbahnkreuzungen. =
Wien (OTS) - Eisenbahnkreuzungen sind ein Hotspot für
Straßenverkehrsunfälle – Ursache ist fast immer Unachtsamkeit durch
die Straßenverkehrsteilnehmer. 2014 kam es in Österreich zu mehr als
hundert Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen, einige davon mit tödlichem
Ausgang.
Um das Bewusstsein dafür bei den Straßenverkehrsteilnehmern zu
schärfen, ziehen die ÖBB und der Fachverband Fahrschulen in der
Wirtschaftskammer Österreich jetzt verstärkt an einem Strang: Im
Rahmen der jüngsten Fachverbandstagung informierte ein Mitarbeiter
der ÖBB-Infrastruktur die Fahrschulbesitzer über Unfallrisiken und
Sicherheits¬vorkehrungen an Eisenbahnkreuzungen und stand den
Zuhörern Rede und Antwort.
Videos machen dramatische Folgen sichtbar
Besonders das Video über die Kräfteverhältnisse bei einem
Zusammenprall auf Eisenbahn-kreuzungen war von Interesse für die
Zuhörer und wurde diesen seitens ÖBB-Infrastruktur für die Ausbildung
in den Fahrschulen zur Verfügung gestellt. Es veranschaulicht auf
dramatische Weise, was bei einem Zusammenprall von einem Zug und
einem Pkw passiert – die Straßenverkehrsteilnehmer haben dabei meist
keine Chance.
Im Zuge des „Fahrlehrertages 2016“ im kommenden Frühjahr ist ein
weiterer, vertiefter Infoaustausch geplant.
Dazu kam man überein, dass es sinnvoll ist, bei Übungsfahrten mit
Fahrschülern nach Möglichkeit auch Fahrten über Eisenbahnkreuzungen
einzuplanen. Denn nur so kann praxisnah das richtige Verhalten geübt
werden.
Gemeinsam für weniger Unfälle – Sensibilisierung der
Fahrschüler ist der erste Schritt
Ziel der Kooperation ist es, dass Fahrschulen bereits in der
Ausbildung der Straßenverkehrsteilnehmer auf die besondere Situation
an Eisenbahnkreuzungen hinweisen. Denn Züge können weder rechtzeitig
bremsen noch ausweichen – aus diesem Grund endet das Ignorieren von
Stopptafel, Lichtzeichenanlage und/oder Schranken für
Straßenverkehrsteilnehmer oftmals fatal.
Franz Seiser, Vorstand ÖBB-Infrastruktur AG: „Jeder Unfall ist einer
zu viel und verursacht vielfach großes Leid im Umfeld der
Betroffenen. Mit der nötigen Aufmerksamkeit ließen sich viele Unfälle
vermeiden.“
Herbert Wiedermann, WKÖ-Fachverbandsobmann der Fahrschulen und des
allgemeinen Verkehrs: „Durch die verstärkte Info unserer
Fahrschulleiter und –lehrer gewährleisten wir ein noch höheres
Ausbildungsniveau. Schließlich geht es darum, bei den angehenden
Straßenverkehrsteilnehmern gleich von Anfang an für Gefahrenquellen
wie diese Bewusstsein zu schaffen. Damit leisten wir gemeinsam mit
den ÖBB einen aktiven Beitrag zur Unfallprävention“.
Auch im Zuge der Neu-Überarbeitung der Führerscheinprüfungsfragen
wird dem sicheren Passieren von Eisenbahnkreuzungen künftig noch mehr
Gewicht gegeben.
Auch Thomas Scheiber, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Schienenbahnen -
mit 105 Mitgliedern die österreichweite Interessensvertretung für
alle Eisenbahnen -, bestätigt die Bedeutung der Kooperation: „Wir
unterstützen diese Initiative und werden diese auch an sämtliche
unserer Mitglieder kommunizieren und verstärkt darauf aufmerksam
machen.
Eisenbahnkreuzungen aus einer anderen Perspektive
Im Rahmen der Kooperation sollen interessierte Fahrlehrer auch die
Möglichkeit zur Mitfahrt auf einer Lok erhalten. Hier können sie
selbst erleben, was man als Lokführer sieht und was nicht. So können
Sie im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Lokführer mitfühlen, wie
lange der Anhalteweg eines Zuges sein kann.
Mit Sicherheit gut investiert
Die ÖBB-Infrastruktur AG hat in den letzten 10 Jahren rd. 25 Mio.
Euro jährlich in die weitere Verbesserung der Sicherheit bei
Eisenbahnkreuzungen investiert – dabei wurden 75 % der Kosten von
Bund und ÖBB getragen, der restliche Anteil von Ländern und
Gemeinden.
Im Rahmen der jährlichen Sicherheitskampagne „Bleib auf der sicheren
Seite“ sensibilisiert die ÖBB-Infrastruktur gezielt vor Gefahren im
Zusammenhang mit dem Bahnverkehr. So sind unter
www.oebb.at/sicherheit neben vielen Informationen auch Videos zu den
häufigsten gefährlichen Situationen, die durch Unachtsamkeit oder
Leichtsinn entstehen, abrufbar – mehrere davon im Zusammenhang mit
Eisenbahnkreuzungen.
Links zu den ÖBB-Eisenbahnkreuzung-Sicherheitsvideos:
Crash-Simulation – Unfall an EK
https://www.youtube.com/watch?v=WJKz9EfqHx0
Video „Bleib auf der sicheren Seite“
http://www.oebb.at/infrastruktur/de/5_0_fuer_Generationen/5_3_Sicherheit_ist_unser_Thema_/OEBB_Sicherheitskampagne_Bleib_auf_der_sicheren_Seite/Infrastruktur_Sicherheitsvideo/index.jsp
Bremsversuch zwischen Lok und Pkw
http://www.oebb.at/infrastruktur/de/5_0_fuer_Generationen/5_3_Sicherheit_ist_unser_Thema_/5_3_2_Eisenbahnkreuzungen/Aufmerksamkeitstag/Video_Internet_Bremstest_2012/index.jsp
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern
jährlich 466 Millionen Fahrgäste und 111,7 Mio. Tonnen Güter
umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus
erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB
gehörten 2014 mit 96,7 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten
Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 39.481 MitarbeiterInnen bei Bahn
und Bus (zusätzlich 1.724 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3
Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
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