Zwei Festnahmen durch Zusammenarbeit im Europäischen Fahndungsnetzwerk

Zielfahnder des Bundeskriminalamtes (.BK) forschen zwei Beschuldigte aus: Verhaftung eines mutmaßlichen Mörders in Vorarlberg und eines mutmaßlichen Räubers in Timisoara/Rumänien

Wien (OTS) - Die ENFAST (European Network of Fugitive Active Search Teams)-Zusammenarbeit in Europa hat sich einmal mehr bewährt: Am 2. November 2015 wurde in Timisoara in Rumänien ein 38-Jähriger mutmaßlicher Räuber festgenommen. Der vom Landesgericht Wiener Neustadt mittels Europäischem Haftbefehl Gesuchte steht im Verdacht am 6. September 2015 in Gänserndorf, gemeinsam mit vier weiteren Tätern eine Pensionistin in ihrer Wohnung überfallen zu haben. Die Täter schlugen und verletzen die Frau bei dem Überfall brutal. Das Landeskriminalamt Niederösterreich übernahm die Amtshandlung, konnte alle Täter namentlich ausforschen und vier der fünf Bandenmitglieder in Wien festnehmen. Simon J. war aber weiter flüchtig. Mitte Oktober wurde der Fahndungsfall von den Zielfahndern des .BK übernommen. Durch die Unterstützung von FAST Rumänien und der österreichischen Verbindungsbeamtin in Rumänien konnten die Zielfahnder den Aufenthaltsort des J. in Rumänien ausforschen. Gegen den Rumänen wurde die Auslieferungshaft nach Österreich verhängt.

Einen Tag später wurde in Hörbranz in Vorarlberg ein mutmaßlicher Mörder festgenommen. Nemanja I. wurde vom Landesgericht Belgrad wegen Mordes gesucht. Der 46-Jährige wird zusammen mit einem weiteren Täter beschuldigt, am 18.Jänner 2015 in einem Hotel in Belgrad, einen Mann durch einen Kopfschuss getötet zu haben. Anschließend setzten sich die Täter ins Ausland ab. Durch die Zusammenarbeit von FAST Deutschland, Niederlande, Kroatien und den Zielfahndern des .BK (FAST Österreich) konnte der Mann in Hörbranz ausgeforscht und mit Unterstützung der Fahndungsgruppe des LKA Vorarlberg durch das EKO Cobra festgenommen werden. Er leistete bei der Festnahme keinen Widerstand und wurde in das Landesgericht Feldkirch überstellt und die Auslieferungshaft verhängt.

Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner gratuliert den eingesetzten Polizistinnen und Polizisten zu den Erfolgen und stellt fest: „Diese Festnahmen zeigen sehr deutlich, dass die Europäische polizeiliche Zusammenarbeit mit ENFAST bestens vernetzt ist und sich kein Täter, nur weil er ins Ausland flüchtet, vor einer Verhaftung sicher sein kann!“

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