Greenpeace begrüßt vollständigen Kohlekraftausstieg Österreichs

Mit EVN-Ausstieg aus Kohlekraft setzt Österreich deutliches Signal Richtung Pariser Klimakonferenz

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt den heute vom niederösterreichischen Energieversorgungsunternehmen EVN verkündeten Kohlekraft-Ausstieg. Spätestens im Jahr 2025 will die EVN ihr Kohlekraftwerk in Dürnrohr abschalten und auch in Zukunft nicht mehr auf Kohlekraft setzen. Greenpeace drängt hier jedoch auf einen deutlich früheren Zeitpunkt. Mit dem Ausstieg steht einem kohlekraftwerk-freiem Österreich nichts mehr im Weg: die Energie AG sowie die Verbund AG haben bereits im Vorfeld zugesagt, ihre beiden Kohlekraftwerke im Jahr 2016 (Riedersbach Block II) bzw. 2020 (Mellach) abzuschalten. Damit setzt Österreich vor der UN-Klimakonferenz in Paris ein deutliches Signal.

„Österreich ist internationaler Vorreiter sowohl beim Verzicht auf die Atomkraft als auch beim Ausstieg aus der Kohlekraft“, sagt Alexander Egit, Geschäftsführer von Greenpeace: „Greenpeace hat lange daran gearbeitet dieses Ziel in Österreich zu erreichen und wird sich in Zukunft dafür einsetzen, dass das Aus für Kohlekraft deutlich vor dem Jahr 2025 passiert.“

Kohle ist die klimaschädlichste Form der Energieproduktion: hier werden doppelt so viel Emissionen wie bei Gas und eineinhalb so viel wie bei Öl produziert. 2012 war die Verbrennung von Kohle für 3,6 Mio. Tonnen C02 verantwortlich, was rund fünf Prozent der österreichischen Gesamtemissionen entspricht. Außerdem kostet der Import der drei Millionen Tonnen Steinkohle, die in Österreich genutzt werden, jährlich 100-150 Millionen Euro. „Mit dem Ausstieg aus der Kohlekraft hat Österreich endlich wieder Engagement in Klima-und Energiefragen gezeigt“, so Egit: „Jetzt ist es wichtig, dass die Regierung das Momentum nutzt und ehrgeizige Ziele im Rahmen einer integrierten Energie- und Klimastrategie formuliert.“

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