- 03.11.2015, 11:30:58
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Donauraum auf Überholspur
Internationale Konferenz zu Sozialpartnerschaft und Berufsausbildung im Donauraum in Wien
Utl.: Internationale Konferenz zu Sozialpartnerschaft und
Berufsausbildung im Donauraum in Wien =
Wien (OTS) - "Der Donauraum ist das Tor zu angrenzenden Regionen, die
an Bedeutung gewinnen. Unser Ziel ist es, gemeinsame
Herausforderungen und gemeinsame Chancen auch gemeinsam zu nutzen",
sagte Bundespräsident Heinz Fischer in seiner Begrüßungsrede bei
einer internationalen Konferenz im ÖGB-Haus in Wien. Zum Thema
Sozialpartnerschaft und Berufsausbildung trafen sich heute, 3.
November 2015, VertreterInnen von Gewerkschaften, Wirtschaftskammern
und Arbeitgeberorganisationen aus den 14 Staaten des Donauraums. Eine
Herausforderung dieser Länder sei, dass das durchschnittliche
Pro-Kopf-Einkommen im Donauraum deutlich unter dem der EU-28 liegt.
"Wenn Verkehrsnetze ausgebaut, Forschung und Innovation gefördert und
der Zugang zu neuen Technologien für Menschen verbessert werden, kann
der Donauraum aufholen und den EU-Durschnitt sogar überholen", so
Fischer.++++
Foglar: Duale Ausbildung ist Rückgrat
"Der soziale Dialog ist ein Grundfundament der Sozialpartnerschaft.
Wir reden miteinander und diese Art der Konfliktlösung muss auch auf
europäischer Ebene an Bedeutung gewinnen", sagte ÖGB-Präsident Erich
Foglar und betonte, dass es keine "Lohn-und-Sozialdumping-Union"
geben dürfe. "Wer arbeitet, soll seinen Lohn haben und davon
anständig leben können. In der EU darf es daher keine
Vertragsänderung mehr ohne ein Sozialprotokoll geben", so Foglar.
Zweites Grundfundament sei die duale Berufsausbildung. In Österreich
sind 60 Prozent der arbeitenden Menschen als Facharbeiterin und
Facharbeiter tätig. "Die duale Ausbildung ist das Rückgrat der
österreichischen Wirtschaft."
"Die Veränderungen, die auf uns zukommen, sind enorm: wirtschaftlich,
sozial und technologisch. Hunderttausende Menschen befinden sich
derzeit auf der Flucht und haben nur ein Ziel: Irgendwo in Europa
einen Ort zu finden, an dem sie in Frieden und Freiheit leben können,
ohne bedroht zu werden. Hier geht es um Menschlichkeit. Asyl ist ein
Menschenrecht und Menschenrechte sind unteilbar. Hautfarbe, Religion,
Herkunft oder Geschlecht dürfen hier keine Rolle spielen, erklärte
Foglar.
Jugendarbeitslosigkeit gesamteuropäisches Problem
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl pflichtete ÖGB-Präsident
Foglar bezugnehmend auf die duale Ausbildung bei, denn "das Problem
der Jugendarbeitslosigkeit ist ein gesamteuropäisches, und auch hier
ist es eine sozialpartnerschaftliche Aufgabe, zur Lösung dieses
Problems beizutragen. Das Modell der dualen Ausbildung ist hierfür
ein Lösungsansatz." Schließlich haben Länder mit einem solchen
Ausbildungssystem eine weitaus niedrigere Jugendarbeitslosenquote als
Staaten ohne ein solches System. Leitl: "Wir, die österreichischen
Sozialpartner, stehen daher gerne bereit, anderen Ländern bei der
Implementierung dieses Ausbildungsweges zu unterstützen. Eine
fundierte Ausbildung unserer Jugend bringt qualifizierte Menschen
hervor, die der wesentliche Baustein für sozialen Frieden und
Wohlstand in der Zukunft sind."
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