- 28.10.2015, 10:54:33
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Bundesjugendvertretung: Echte Solidarität statt Ausgrenzung durch Zäune
Vorstoß der Bundesministerin ist rigoros abzulehnen
Utl.: Vorstoß der Bundesministerin ist rigoros abzulehnen =
Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) kritisiert den Vorstoß
von Bundesministerin Mikl-Leitner von "baulichen Maßnahmen" an den
Grenzen scharf.
Laura Schoch, Vorsitzende der BJV, zeigt sich bestürzt über die
Pläne: "Wir wollen nicht, dass Kinder, die wochenlang auf der Flucht
waren, hier in Österreich von einem Zaun empfangen werden. Wir wollen
sie mit offenen Armen und einem warmen Bett empfangen. Was wir
brauchen sind Zeichen, aber vor allem konkrete Maßnahmen, die unsere
Solidarität mit den Menschen zeigen, die bei uns Schutz suchen.
Anstatt in ‚bauliche Maßnahmen‘ zu investieren, mit denen
offensichtlich durch die Hintertüre ein Zaun aufgestellt werden soll,
könnte endlich für adäquate Betreuung von Schutzsuchenden gesorgt
werden. Immer noch verbringen zahlreiche Menschen die Nächte an den
Grenzübergängen unter freiem Himmel, darunter auch viele Kinder.
Immer noch kümmern sich an Knotenpunkten, wie Bahnhöfen, karitative
Organisationen und hunderte Freiwillige um flüchtende Menschen, und
nicht die Bundesregierung. Seit Monaten wird um den heißen Brei
herumgeredet und herumpolitisiert, anstatt endlich einzuschreiten."
Außerdem weist Schoch darauf hin, dass eine zusätzliche Abschottung
der Grenzen die ohnehin schon unerträgliche Situation der
Schutzsuchenden unnötig verschlimmert: "Anstatt dort anzusetzen, wo
die Hilfe am dringendsten benötigt wird, bei humanen Unterkünften und
menschenwürdiger Versorgung, bei Perspektiven für die zahlreichen
Menschen, die bei uns Schutz suchen, bei einer Verbesserung des
Asylverfahrens, investiert die Regierung ihre Energie lieber in die
Errichtung eines Zaunes. Diese Abgrenzungspolitik treibt die Menschen
nur in noch gefährlichere Fluchtrouten, in noch größere Strapazen, in
noch größere Angst. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es, das Leid
der Menschen zu verringern und nicht noch zusätzlich zu vergrößern."
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