- 15.10.2015, 10:00:02
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Warum Lesen uns aus dem Alltag entführt (mit Straßen-Umfrage) - AUDIO
Baierbrunn (OTS) - Anmoderationsvorschlag: Spätestens wenn es im
Herbst draußen ungemütlich wird, beginnt für Leseratten die Saison.
Dann macht es besonderen Spaß, zu Hause auf dem Sofa ein gutes Buch
zu schmökern. Warum Lesen nach wie vor so beliebt ist, dazu Petra
Bröcker:
Sprecherin: Trotz aller Fernsehsender, trotz Computerspielen und dem
riesigen Multimedia-Angebot: Lesen hat nichts von seiner Faszination
verloren. Ich wollte wissen warum und habe mich auf der Straße
umgehört:
Straßen-Umfrage: 27 sec.
"Ich lese sehr viel als Freizeitbeschäftigung, eben Zeitvertreib,
Entspannung, Fernsehersatz...es ist entspannend, einfach nur
entspannend, Entspannung pur...man kann total abschalten dabei...hier
habe ich die Chance, meiner Fantasie freien Lauf zu lassen...erst
einmal suche ich mir die Themen aus, ich möchte keinen Roman, ich
möchte mit der Realität Bezug und da lebe ich drin, da lebe ich
drin."
Sprecherin: Man lebt in anderen Welten, so sehen es wohl viele
Bücherwürmer. Und das tut uns gut, sagt Peter Kanzler, Chefredakteur
der "Apotheken Umschau":
O-Ton Peter Kanzler: 17 sec.
"Lesen ist eine ganz besondere Art der Entspannung, manche sprechen
sogar von Wellness. Es entstehen beim Lesen Bilder im Kopf, die
eigene Fantasie wird angeregt, man kann den Alltag vergessen.
Anders als etwa bei einem Videospiel kann man ein Buch auch mit nach
draußen nehmen und das sogar in der Sonne lesen."
Sprecherin: Es gibt auch Menschen, die das Lesevergnügen nicht
kennen. Alleine in Deutschland sind es mehrere Millionen:
O-Ton Peter Kanzler: 16 sec.
"Etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland, also fast jeder Zehnte,
kann nicht richtig lesen. Betroffene sind beispielsweise nicht in der
Lage, Behördenbriefe oder ärztliche Aufklärungsbögen zu verstehen.
Für Menschen mit Leseschwäche gibt es zahlreiche Kursangebote,
beispielsweise bei den Volkshochschulen."
Abmoderationsvorschlag:
Die beliebtesten Bücher sind laut "Apotheken Umschau" übrigens die
christliche Bibel und die chinesische Mao-Tse-tung-Bibel. An dritter
Stelle folgt Harry Potter: die Geschichten über den Zauberlehrling
gingen 450 Millionen Mal über die Ladentheke.
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