- 15.10.2015, 09:09:32
- /
- OTS0017 OTW0017
WWF zum Welternährungstag: Überfischung bedroht Mensch und Natur
Europaweite Informations-Initiative zu sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigem Fischkonsum

Utl.: Europaweite Informations-Initiative zu sozial, ökologisch und
ökonomisch nachhaltigem Fischkonsum =
Wien (OTS) - Anlässlich des morgigen Welternährungstags der Vereinten
Nationen warnt der WWF vor den globalen Auswirkungen überfischter
Meere und unterstreicht den großen Unterschied, den Österreichs und
Europas Konsumenten mit ihrer Fischwahl machen. 90 Prozent der
weltweiten Fischbestände sind überfischt oder bis an die Grenzen
befischt. Für drei Milliarden Menschen ist Fisch jedoch ein wichtiger
Protein-Lieferant. "Die Einkommens- und Ernährungsgrundlage von über
800 Millionen Menschen, die meisten von ihnen in Entwicklungsländern,
hängt von Fisch ab", so die Leiterin des WWF-Projekts Fish Forward,
Sabine Gisch-Boie.
"Österreich deckt seinen Fisch-Hunger zu 95 Prozent durch Importe.
Die EU ist gar der weltweit größte Importeur von Fisch und
Meeresfrüchten. Mehr als 50 Prozent der Importe stammen aus
Entwicklungsländern", betont Gisch-Boie. Sie hebt insbesondere die
soziale Verantwortung der Konsumenten hervor: "Die richtige Wahl beim
Fischkauf hat unmittelbare Auswirkungen auf die Lebensumstände von
Menschen." Der WWF empfiehlt einerseits heimischen Bio-Fisch,
aufgrund der hohen Importabhängigkeit Österreichs aber auch Wildfang,
der nach Richtlinien des MSC (Marine Stewardship Council) bzw.
Zuchtfisch, der nach Auflagen des ASC (Aquaculture Stewardship
Council) zertifiziert ist.
Seit 1960 verdoppelte sich der weltweite Fischkonsum. In einem
ähnlichen Zeitraum halbierten sich die Populationen kommerziell
genutzter Fischarten, wie der kürzlich veröffentlichte Living Blue
Planet Report des WWF feststellt. Alleine die durch Überfischung der
Meere "verlorenen Fänge" könnten 20 Millionen Menschen pro Jahr
ernähren. "In Zeiten steigender Weltbevölkerung, einer global
wachsenden Mittelschicht und zunehmender Fisch-Nachfrage ist der
nachhaltige Konsum von Meeresprodukten unumgänglich. Nur bewusste
Kaufentscheidungen sichern Fisch als Nahrungsmittel, Einkommensquelle
und Wirtschaftsfaktor für die Zukunft", so Gisch-Boie.
Neue Konsumenten-Website zu nachhaltigem Fisch in elf Sprachen
Die WWF-Website www.fishforward.eu bietet Konsumenten, aber auch
Journalisten, Handelsunternehmen und gastronomischen Betrieben
umfangreiche Information zu nachhaltigem Fisch. In elf Sprachen
werden globale Zusammenhänge dargestellt, ökologische, soziale und
ökonomische Auswirkungen verständlich gemacht sowie Empfehlungen für
Konsumenten, Unternehmen und politische Entscheidungsträger
abgeleitet.
"Hässliche" Werbelinie präsentiert
Provokante Sujets und ein Spot mit "hässlichen Fischen" thematisieren
die wirklich hässlichen Tatsachen überfischter Weltmeere und der
Bedrohung der Lebensgrundlage von Millionen von Menschen. Die
Werbekampagne erscheint in mehreren Wellen, mit wechselnden Sujets
und in elf Ländern Europas in den Formaten TV, Print, Plakat und
Online. Österreich macht den Anfang. Es folgen Bulgarien,
Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Portugal,
Rumänien, Slowenien und Spanien.
Kampagnen-Spot und -Anzeige finden Sie unter:
http://bit.ly/1NCuenD (Deutsch) und http://bit.ly/1G1VvNJ (Englisch)
Fish Forward-Projekt
Hintergrund ist das EU-kofinanzierte WWF-Projekt Fish Forward - eine
insgesamt dreijährige Marketing-, Kommunikations- und
Forschungs-Initiative in elf Ländern Europas unter der Leitung des
WWF Österreich. Der Projektstart erfolgte im Europäischen Jahr für
Entwicklung 2015. Projektpartner sind WWF Büros in den Ländern
Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien,
Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien und Spanien.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WWF






