• 13.10.2015, 12:41:04
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Migrantinnen im Pflege- und Versorgungsbereich: eine unterbezahlte “Reservearmee”

Wien (OTS) - "Die Arbeitskraft von Migrantinnen ist strategisch
wichtig für das reibungslose Funktionieren des kapitalistischen
Systems. Das gilt insbesondere für den Pflege- und
Versorgungsbereich, der in den Industrieländern zunehmend wichtig
wird. Doch die Gefahr, dass diese Frauen ausgebeutet oder gar Opfer
von Menschenhandel werden, ist hoch," analysiert die britische
Soziologin Sara R. Farris. Gerade die emotionale Komponente dieser
Arbeit würde ausbeuterische Arbeitsverhältnisse im Pflege- und
Versorgungsbereich begünstigen.

Dieser Bereich ist weniger von der Wirtschaftskrise betroffen als
andere Branchen. In einigen Ländern sind die Beschäftigungszahlen
sogar gestiegen. Gründe dafür sind die steigende Erwerbsquote von
Frauen und die demographischen Veränderungen, die die die Zahl der
Pflegebedürftigen beträchtlich steigen lassen.

Welche sozial-, gewerbe- und arbeitsrechtlichen Maßnahmen sind
notwendig, um diese Arbeitskräfte besser zu schützen? Wie würde sich
ein professionalisiertes Pflegesystem auf die Arbeitsaufteilung nach
Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit auswirken? Damit beschäftigt
sich die VIDC Podiumsdiskussion "Regular army of labor called migrant
women" und der anschließende VIDC-LEFÖ-IBF Workshop. Beide finden am
14. 10. im Rahmen der Konferenz der Task Force zur Bekämpfung des
Menschenhandels statt. Nähere Informationen: www.vidc.org

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