- 10.10.2015, 13:44:34
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Greenpeace beteiligt sich an Großdemonstration gegen TTIP und CETA in Berlin
Bundesregierung muss aus wachsendem Widerstand in der Bevölkerung Konsequenzen ziehen
Utl.: Bundesregierung muss aus wachsendem Widerstand in der
Bevölkerung Konsequenzen ziehen =
Berlin (OTS) - Zehntausende Menschen haben heute an einer von
Greenpeace mitorganisierten Großdemonstration in Berlin teilgenommen,
um gegen die geplanten Abkommen mit den USA bzw. Kanada - TTIP und
CETA - und für einen gerechten Welthandel zu demonstrieren.
Organisiert wurde die Demonstration von einem breiten Bündnis aus
Umwelt-, Sozial-, Kultur- und Verbraucherverbänden,
Aktivistennetzwerken, Gewerkschaften, Bürgerrechts- und kirchlichen
Organisationen.
"Der Widerstand gegen TTIP und CETA wird immer größer", so
TTIP-Sprecher Joachim Thaler, der für Greenpeace Österreich an der
Demonstration in Berlin teilnahm. Denn auch in London, Paris,
Amsterdam und anderen europäischen Städten fanden am Samstag Aktionen
gegen TTIP und CETA statt. Die Demonstrationen bilden den Auftakt
einer internationalen Aktionswoche gegen die von der EU verhandelten
Handels- und Investitionsabkommen. Die Aktionswoche folgt auf die
Übergabe von mehr als 3,2 Millionen Unterschriften für die
selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA
am vergangenen Mittwoch. Im Vorfeld der elften TTIP-Verhandlungsrunde
vom 19. bis 23. Oktober soll die Aktionswoche ein deutliches Signal
des Widerstands gegen die drohenden Gefahren und Risiken sein, die
von den geplanten Abkommen ausgehen.
"Der Schulterschluss von Organisationen aus den unterschiedlichsten
Tätigkeitsfeldern zeigt, wie viele Lebensbereiche von TTIP und CETA
negativ betroffen wären", so Thaler. Denn geplante Instrumente wie
die Paralleljustiz für Konzerne oder die regulatorische Kooperation
seien eine Gefahr für Mensch, Umwelt und Demokratie. "Mit den
heutigen Aktionen haben tausende Menschen in ganz Europa gezeigt:
Eine Politik für die Konzerne und gegen die Interessen der
Bürgerinnen und Bürger wollen sie nicht hinnehmen."
"Die österreichische Bundesregierung und unsere EU-Abgeordneten
dürfen eine Gefährdung hoher Umwelt- und Sozialstandards durch
regulatorische Kooperation und Sonderklagerechte für Konzerne nicht
zulassen", so Thaler weiter. Das gelte nicht nur für TTIP, sondern
insbesondere auch für das bereits fertig ausverhandelte
CETA-Abkommen, dessen Ratifizierung schon in den kommenden Monaten
droht. "CETA ermöglicht es nicht nur kanadischen, sondern auch
US-amerikanischen Unternehmen über ihre kanadischen Tochterfirmen,
europäische Staaten zu klagen. Die Regierung und die EU-Abgeordneten
müssen den wachsenden Widerstand der Bevölkerung ernst nehmen und
dürfen CETA auf keinen Fall zustimmen", so Thaler abschließend.
Bildmaterial
finden Sie ab etwa 14 Uhr unter:
http://photo.greenpeace.org/shoot/27MZIFJ6ONFK9
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung
((C) Greenpeace / Vorname Nachname der/des Fotografin/Fotografen)
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