- 07.10.2015, 07:00:01
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Greenpeace prüft Käsesortiment: Ökologische Auswahl überwiegend gut
Verbesserungsbedarf jedoch bei Auswahl an gentechnikfreien Produkten
Utl.: Verbesserungsbedarf jedoch bei Auswahl an gentechnikfreien
Produkten =
Wien (OTS) - Wien - Greenpeace-Marktcheck veröffentlichte heute das
Ergebnis des ersten Supermarkt-Rankings der Serie "Nachhaltigkeit im
Test". Die Umweltschutzorganisation hat das Gouda- und
Emmentaler-Sortiment neun heimischer Handelsketten auf ökologische
Kriterien hin geprüft. Am besten abgeschnitten hat MPreis mit der
Note "Gut". Ebenfalls mit der Gesamtnote "Gut" liegen punktemäßig
knapp dahinter: Billa, Merkur, Hofer, Spar, Zielpunkt, Unimarkt und
Lidl. Penny landete mit einem "Befriedigend" auf dem letzten Platz.
"Grundsätzlich ist es erfreulich, dass selbst der Letztgereihte in
unserem Ranking ein, der Gesamtnote nach, ‚befriedigendes‘ Angebot
hat. Allerdings konnten wir leider weder die Bestnote ‚Ausgezeichnet‘
noch ein ‚Sehr gut‘ vergeben", fasst KonsumentInnensprecherin Nunu
Kaller das Ergebnis zusammen und fordert die Supermärkte auf, "die
Kriterien und das Ergebnis ernst und zum Anlass zu nehmen, um ihr
Sortiment dementsprechend zu optimieren."
Verbesserungsbedarf zeigt der Greenpeace-Marktcheck vor allem in
Bezug auf gentechnikfreie Produkte: "Wir müssen beispielsweise davon
ausgehen, dass im Schnitt bei jedem dritten Käseprodukt gentechnisch
verändertes Futtermittel eingesetzt worden ist", so Kaller. Die
meisten überprüften Käse-Produkte aus Österreich sind jedoch
garantiert gentechnikfrei, viele davon sind am grün-weißen Siegel
"Ohne Gentechnik hergestellt" gut zu erkennen. Dieses gibt, wie auch
alle Bio-Siegel, die Sicherheit, dass die Produkte gentechnikfrei
hergestellt wurden.
Bei der Überprüfung des Sortiments hat Greenpeace folgende Kriterien
zur Bewertung herangezogen: Einsatz von gentechnisch veränderten
Futtermitteln bei der Herstellung der Produkte, Auswahl an Bio- und
Heumilch-Produkten sowie Transparenz bei den Eigenmarken des Handels.
In punkto Transparenz ist ausschlaggebend, ob der Supermarkt
umfassende Informationen über die Herkunft seiner Eigenmarken zur
Verfügung stellt. Hier ergaben sich deutliche Unterschiede: Während
etwa Hofer für seine "Zurück zum Ursprung"-Produkte sogar die
einzelnen Bauernhöfe bekannt gibt, kommuniziert Spar lediglich den
Hersteller, Informationen wie etwa Herstellungs- und Verpackungsort
bleiben geheim.
Unter dem Titel "Nachhaltigkeit im Test" wird Greenpeace-Marktcheck
künftig regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels
unter die Lupe nehmen. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf
die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten
Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. "Im November werden
wir das Sortiment an Nikolausschokolade hinsichtlich des Fairtrade-
und Bio-Angebotes, des Einsatzes von gentechnisch verändertem
Futtermittel für die Milch sowie der Herkunft bewerten", kündigt
Kaller an.
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