- 06.10.2015, 08:30:01
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Bad Ischler Dialog: „Den digitalen Wandel gestalten“
Infrastrukturminister Stöger: „Weiteren Breitbandausbau vorantreiben“ - Staatssekretär Mahrer: „Mehr Geschwindigkeit im politischen Tagesgeschäft“

Utl.: Infrastrukturminister Stöger: „Weiteren Breitbandausbau
vorantreiben“ - Staatssekretär Mahrer: „Mehr Geschwindigkeit
im politischen Tagesgeschäft“ =
Bad Ischl (OTS) - "Big Data, die Verknüpfung von Daten in Echtzeit,
braucht ein Rückgrat und Infrastruktur", sagte Infrastrukturminister
Alois Stöger im Rahmen des Bad Ischler Dialogs der Sozialpartner:
"Datenhighways sind genauso wichtig wie Straßen oder Schienen." Ziel
sei daher der weitere Breitbandausbau: "Unser Ziel lautet: 100
Megabit pro Sekunde in allen Haushalten bis 2020." Das gelte auch für
ländliche Regionen: "Nicht alle Menschen wohnen in einer Stadt. Wer
Chancengleichheit ernst nimmt, muss auch den Menschen in ländlichen
Regionen eine Chance geben", so Stöger.
Wir alle sollten uns vor den anstehenden Veränderungen nicht
fürchten, "sondern uns fragen, wie wir diesen Wandel gestalten
wollen." Zu verhindern sei er jedenfalls nicht: "Industrielle
Revolutionen klopfen nicht an und fragen, dürfen wir eintreten?" Ein
Beispiel seien Produzenten, deren Geschäft derzeit mit der
Auslieferung des Produkts enden würde. Künftig könnten laufend Daten
übertragen werden, man könnte Reparaturen besser planen oder Produkte
verbessern. Stöger nannte als wichtigste Maßnahmen der
Bundesregierung - neben dem Breitbandausbau, wofür 1 Milliarde
reserviert sei - die Errichtung zusätzlicher Pilot-Fabriken im Rahmen
von "Industrie 4.0", das Hereinholen der besten Köpfe nach Österreich
und mehr Investitionen in die Bildung. Minister Stöger abschließend:
"Wer sich fürchtet, hat schon verloren. Also packen wir’s an!"
"Wirtschaft und Gesellschaft verändern sich rasant durch die
Digitalisierung. Der digitale Wandel berührt alle", betonte
Staatssekretär Harald Mahrer. "In meiner Funktion habe ich im Laufe
des letzten Jahres verschiedene internationale
Spitzenforschungszentren besucht und bin beeindruckt, was da in den
nächsten zwei, drei Jahren auf Schiene gebracht werden wird. Nationen
wie China investieren massiv in Forschung und Entwicklung, werden von
Kopisten zu Innovatoren. Währenddessen hält Europa mit der
Geschwindigkeit, mit der dieser Prozess vorangetrieben wird, nicht
mit", merkte er - auch in Hinsicht auf Bundes- und Landespolitik -
durchaus selbstkritisch an. "Die Zeit, bestehende Pfade zu betreten,
ist vorbei. Wir müssen über den Tellerrand schauen und unsere
Schritte beschleunigen", plädierte Mahrer für mehr
Umsetzungsorientierung und mehr Geschwindigkeit im politischen
Tagesgeschäft.
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