- 02.10.2015, 13:59:29
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Kärnten: Koralmtunnel-Countdown mit „Kora“
Letzte Tunnelbohrmaschine für Bau des Koralmtunnels feierlich angedreht – Weiterer Schritt in positive Zukunft Kärntens
Utl.: Letzte Tunnelbohrmaschine für Bau des Koralmtunnels feierlich
angedreht – Weiterer Schritt in positive Zukunft Kärntens =
Klagenfurt (OTS) - Und wieder ist ein weiterer Schritt in Richtung
Verwirklichung des Jahrhundertprojektes Koralmbahn getan: Die dritte
und letzte Tunnelbohrmaschine, die beim Bau des Koralmtunnels zum
Einsatz kommt, wurde heute, Freitag, im Rahmen einer großen
Andrehfeier in Betrieb genommen. Ulrike Wehr, die Lebensgefährtin des
Kärntner Landeshauptmannes, taufte die Tunnelbohrmaschine mit dem
Namen "Kora" und betätigte als Tunnelpatin den großen Knopf zum
symbolischen Andrehen. Mitgeholfen haben Kurt Bodewig, TEN-T Korridor
EU-Koordinator, Alois Stöger, Bundesminister für Verkehr, Innovation
und Technologie, die Landeshauptleute Peter Kaiser und Hermann
Schützenhöfer, Christian Kern, Vorstandsvorsitzender ÖBB-Holding AG
und Karl-Heinz Strauss, Vorstandsvorsitzender Porr AG.
"Solche Investitionen müssen wohlüberlegt sein, aber wir verbinden
Menschen untereinander, Menschen mit Arbeit und Güter mit Märkten",
betonte BM Stöger. Dort, wo es Verkehrsverbindungen gebe, entwickle
sich die Wirtschaft und das bringe den Menschen Arbeitsplätze.
Schienengebundene Verkehrsmittel würden in Zukunft an Bedeutung
gewinnen. "Mobilität ist der Ausdruck der Freiheit der Menschen", so
Stöger.
"Dieses nationale Projekt im europäischen Kontext wird für Kärnten
und die Steiermark neue Herausforderungen und Chancen bringen",
meinte EU-Koordinator Bodewig. Es habe herausragende europäische
Bedeutung und ganz Europa werde profitieren.
Heute werde ein weiteres Stück eines ganz besonders wichtigen
Infrastrukturprojektes verwirklicht und damit ein wichtiger Schritt
in eine positive Zukunft gemacht, sagte der Kärntner Landeshauptmann.
"Der Koralmtunnel bringt die Menschen einander näher, verkürzt
Wirtschaftswege und lässt Kärnten in eine strategisch großartige Lage
kommen." Kaiser sieht Kärnten im Jahr 2023 nach der Fertigstellung
dieses Jahrhundertprojektes dort, wo es wirklich hingehört - nämlich
auf der Überholspur in allen Bereichen. Bahn bringe die Menschen und
die Wirtschaft einander näher. Investitionen in solche Projekte seien
ungemein positiv, daher gelte der Bundesregierung mit Minister
Stöger, der ÖBB und auch der Asfinag großer Dank. "Ihre Investitionen
in unser Bundesland zur Verbesserung der Infrastruktur sind Anlagen
mit Weitblick und hoher Qualität. Sie bringen dem Wirtschaftsstandort
Kärnten essentielle Effekte und Impulse und stärken die
wirtschaftliche Position des Landes langfristig", betonte Kaiser.
Das bedeutende Verkehrsprojekt mit europäischer Dimension mit
seinem Herzstück Koralmtunnel lasse Wirtschaftsräume näher aneinander
rücken, was bei unserem exportorientiertem Land sehr wichtig sei,
sagte der steirische Landeshauptmann. "Wir haben den Fuß in der Tür
der Zukunft", so Schützenhöfer, der BM Stöger und auch seinem
Amtsvorgänger Franz Voves dankte.
"Schiene verbindet Menschen, Kulturen, Länder und die Wirtschaft",
betonte auch ÖBB-Chef Kern. Optimale Verkehrsanbindung und
Infrastruktur würden Wirtschaftsräume zusammenbringen und
Arbeitsplätze generieren. "Dieses Projekt nützt den Pendlern, dem
Fern- und Güterverkehr", so Kern, der allen, aber besonders den
vielen Mitarbeitern dankte.
"220 Bauarbeiter aus Kärnten und aus der Steiermark sind hier
beschäftigt", berichtete Porr-Chef Strauss und verwies auf die
Professionalität der Tunnelbauer. "Die neue österreichische
Tunnelbauweise ist weltweit anerkannt, auch die heute in Aktion
tretende Maschine wurde mit österreichischem Know-how gebaut."
Unter den zahlreichen Anwesenden waren auch Landtagspräsident
Reinhart Rohr, die Kärntner Landesräte Christian Ragger und Rolf
Holub, der steirische Landesrat Jörg Leichtfried und
Porr-Projektleiter Andreas Karlbauer. Den Segen spendeten der Abt des
Stiftes St. Paul, Heinrich Ferenczy, und die evangelische Pastorin
der Pfarre Wolfsberg, Renate Moshammer. Moderiert wurde die
Veranstaltung von ORF Kärnten-Programmchef Martin Weberhofer.
Die 130 km lange Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt kostet rund
5,4 Milliarden Euro und wird bis 2023 fertiggestellt. Der 32,9 km
lange Koralmtunnel wird zu den längsten Tunnelbauwerken der Welt
zählen.
(Schluss)
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