- 24.09.2015, 09:09:09
- /
- OTS0018 OTW0018
VKI: Kfz-Leasing – nur die Gesamtkosten zählen
Finanzielle Belastung am Ende oft höher, als gedacht
Utl.: Finanzielle Belastung am Ende oft höher, als gedacht =
Wien (OTS/VKI) - Jedes dritte neu gekaufte Auto in Österreich wird
per Leasing finanziert. Doch die vermeintlich günstigen Raten
entpuppen sich bei näherer Prüfung oft als größere Belastung, als
angenommen. Vor allem für Privatkunden, die Leasingkosten nicht von
der Steuer absetzen können, halten sich die finanziellen Vorteile in
Grenzen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) informiert in
der aktuellen Oktoberausgabe des Testmagazins KONSUMENT über
Probleme, die sich durch komplexe Leasingkonstruktionen ergeben
können und was Konsumentinnen und Konsumenten bei der
Autofinanzierung beachten sollten. Weitere Informationen zum Thema
gibt es auch online unter www.konsument.at.
Leasingangebote zu vergleichen, ist nicht immer einfach. In der
Werbung liegt der Fokus meist auf niedrigen Monatsraten, diese sind
in der Praxis aber wenig aussagekräftig. Setzt etwa der Händler den
vertraglichen Restwert hoch an, scheinen die monatlichen Kosten
zunächst überschaubar. Was Konsumentinnen und Konsumenten dabei
entgehen kann: Der Restwert entspricht nicht dem Zeitwert. Das
geleaste Fahrzeug muss - je nach Vertrag - am Ende der Laufzeit
geschätzt werden. Liegt der ermittelte Verkaufswert dann unter dem
vereinbarten Restwert, können hohe Nachzahlungen fällig werden.
"Grundsätzlich sind Leasingverträge komplexer als Kreditabschlüsse
und bergen daher auch ein höheres Risiko und mehr Konfliktpotenzial",
erklärt VKI-Finanzexperte Bernd Lausecker. "Wer sich für Leasing
entscheidet, sollte auf jeden Fall darauf achten, dass der Anbieter
die Gesamtkosten klar ausweist. Dazu gehören neben dem Restwert zum
Beispiel Vertrags- und Bearbeitungsgebühren. Nicht zu unterschätzen
sind auch Ausgaben für die meistens verbindliche
Vollkaskoversicherung. Oft sind diese im Angebot nicht
berücksichtigt."
Beste Verhandlungsposition für Barzahler
Der VKI hat bei insgesamt acht Online-Rechnern stichprobenartig
Angebote sowohl für eine Leasing- als auch für eine
Kreditfinanzierung erstellen lassen. Die Vorgaben: Finanziert werden
sollte ein VW Golf 1.4 TSI für rund 25.000 Euro, ohne Anzahlung,
Laufzeit 48 Monate. Die Kostenspanne der Angebote reichte von 26.919
Euro bis 28.864 Euro, wobei das günstigste Leasingangebot 112 Euro
unter dem niedrigsten Kreditangebot lag. Die teuerste Leasingvariante
lag dagegen fast 1.200 Euro über dem teuersten Kredit. "Bei den
ermittelten Preisen handelt es sich um unverbindliche Angebote,
mögliche Rabatte sind darin nicht berücksichtigt", so VKI-Experte
Lausecker. "Hierin liegt ein weiterer Unterschied zwischen Leasing
und Kredit: Wer mit einem Kredit von außerhalb kommt, wird vom
Händler als Barzahler eingestuft - und Barzahler haben die beste
Verhandlungsposition."
SERVICE: Weitere Informationen zum Thema gibt es ab 24.09. in der
Oktoberausgabe des VKI-Testmagazins KONSUMENT und online unter
www.konsument.at.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKI






