- 22.09.2015, 13:58:27
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ÖGfE-Schmidt: EU-Sondergipfel zur Flüchtlingsfrage - Verhaltene Erwartungen der ÖsterreicherInnen
52 Prozent zuversichtlich über Gipfelerfolg - 76 Prozent für gleiche Asylchancen in der gesamten EU - 54 Prozent für europäische Lösungen - #FragedesMonats
Utl.: 52 Prozent zuversichtlich über Gipfelerfolg - 76 Prozent für
gleiche Asylchancen in der gesamten EU - 54 Prozent für
europäische Lösungen - #FragedesMonats =
Wien (OTS) - "Vor dem morgigen Sondergipfel der EU-Staats- und
Regierungschefs zeigen sich die ÖsterreicherInnen verhalten
optimistisch. Nur etwa jeder Zweite glaubt, dass dieser zur
Bewältigung der Flüchtlingskrise unmittelbar beitragen kann",
analysiert ÖGfE-Generalsekretär Paul Schmidt das Ergebnis einer
aktuellen Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik
(ÖGfE). "Eine große Mehrheit spricht sich zudem für gleiche
Asylchancen in der ganzen EU aus. Einer europäischen Lösung wird der
Vorzug vor nationalstaatlichen Maßnahmen gegeben."
52 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen trauen dem für
Mittwochabend angesetzten Sondertreffen der Staats- und
Regierungschefs der EU zu, einen Beitrag zur Bewältigung der
Flüchtlingskrise leisten zu können. 41 Prozent sind dagegen skeptisch
(8 Prozent "weiß nicht/Keine Angabe").
"Die Erwartungen an den bevorstehenden Gipfel halten sich in Grenzen.
Das Fehlen einer einheitlichen Linie der Mitgliedstaaten und die
offen zu Tage tretenden Unstimmigkeiten machen sich bemerkbar. Die
derzeitigen Defizite im Zusammenspiel der EU-28 führen zu einem eher
nüchternen Ausblick der ÖsterreicherInnen", erklärt Schmidt.
Eine Mehrheit der Befragten (54 Prozent) bevorzugt europäische
Maßnahmen, um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. 34 Prozent
halten hingegen Maßnahmen auf Ebene der Nationalstaaten für den
besseren Ansatz, mit dem Flüchtlingsstrom umzugehen (12 Prozent "weiß
nicht/Keine Angabe").
Eine gesamteuropäische Lösung wünschen sich die Befragten in jedem
Fall in der Frage EU-weiter einheitlicher Kriterien zur Zuerkennung
von Asyl. Drei Viertel (76 Prozent) sprechen sich für eine Regelung
aus, die ident für alle Mitgliedsländer gilt und AsylwerberInnen
gleiche Chancen auf Asyl gewährt. 15 Prozent lehnen eine solche ab (9
Prozent "weiß nicht/Keine Angabe").
"Die Einberufung eines Sondergipfels zur Flüchtlingsfrage war hoch an
der Zeit. Denn der Wunsch nach gemeinsamen europäischen Lösungen ist
nach wie vor vorhanden. Die EU-Regierungschefs müssen sich jetzt zu
ihrer europäischen Verantwortung bekennen und eine klare Richtung
vorgeben, wie die EU die aktuellen Herausforderungen bewältigen will.
Weitere Treffen sollten in den nächsten Tagen die Entscheidungen
konkretisieren und umsetzen", meint Schmidt abschließend.
Die Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft vom 16. bis 21. September 2015 im Auftrag der
ÖGfE durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 559 Personen per
Telefon (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,5 Prozent. Differenz auf 100 Prozent
aufgrund gerundeter Werte.
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