- 21.09.2015, 12:36:23
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Geschäfte mit Atomstrom florieren weiterhin prächtig - Anti Atom Komitee fordert Ende der Irreführung der Bevölkerung!
Die Pressemeldung der e-control, dass Österreich atomstromfrei sei, ist de facto falsch! Österreich importiert Atomstrom!
Utl.: Die Pressemeldung der e-control, dass Österreich atomstromfrei
sei, ist de facto falsch! Österreich importiert Atomstrom! =
Freistadt (OTS) - Die Kontrollbehörde e-control teilt heute in einer
Presseaussendung mit, dass der Anteil von Strom unbekannter
Herkunft(Graustrom)und damit der Anteil von Atomstrom in Österreich
praktisch auf null gesunken, also Österreich atomstromfrei sei.
Das ist definitiv falsch.
Es ist nur auf den Zukauf von norwegischen Wasserkraftzertifikaten
zurückzuführen, die zur Zertifizierung von Graustrom und Atomstrom
verwendet werden.
"Am tatsächlichen Import von Atomstrom oder Graustrom verändert dies
kaum etwas, weil sich durch die Zertifizierungspflicht an der
Einkaufspolitik der österreichischen Stromhändler nichts ändert",
stellt Dipl. Ing. Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee fest.
Das Grundübel dieser intransparenten Stromkennzeichnung ist die EU
Richtlinie 2009/28/EG, nach der der getrennte Handel von Strom und
Zertifikaten erlaubt ist.
Österreich sei atomstromfrei, ist weiterhin ein Märchen!
Auch die e-control bestreitet nicht die Möglichkeit, Graustrom mit
einem Atomstromanteil von über 35% mit Wasserkraftzertifikaten zu
versehen, und damit "grünzuwaschen".
Das Anti Atom Komitee fordert daher die gesetzliche Handhabe für die
e- control, von den Stromhändlern die Information einfordern zu
dürfen, wo sie ihren Strom tatsächlich kaufen.
Für die e-control ist nur eine ausgeglichene Bilanz zwischen
verkauftem Strom und den vorliegenden Zertifikaten von Bedeutung.
"Entscheidend ist aber allein, an wen das Geld der Stromkunden geht.
Das kann nach wie vor ein Atomkonzern sein. Es ist daher nach wie
vor möglich, Atomstrom zu importieren und an Endkunden zu verkaufen,
dieser ist aber nun mit einem norwegischen Wasserkraftzertifikat
versehen, das zur "Reinwaschung" von Atomstrom zugekauft wurde", so
Manfred Doppler weiter.
"Bundesminister Mitterlehner und sein Ministerium sind dringend
aufgefordert, diese inakzeptable Irreführung der Stromkunden durch
Stromhändler, die Strom von Atomkonzernen kaufen, zu beenden", so
Manfred Doppler abschließend.
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