- 17.09.2015, 10:52:21
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FFG FORUM 2015: Zusammenarbeit als Erfolgsrezept für Innovation
Mitterlehner: Top-Leistungen nur durch Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft möglich – Stöger: Stärken mit Industrie 4.0 und Breitbandausbau unseren Industriestandort

Utl.: Mitterlehner: Top-Leistungen nur durch Zusammenarbeit von
Wissenschaft und Wirtschaft möglich – Stöger: Stärken mit
Industrie 4.0 und Breitbandausbau unseren Industriestandort =
Wien (OTS) - Wirtschafts- und forschungspolitische Strategien im
Spannungsfeld von Wettbewerb und Kooperation standen im Mittelpunkt
des diesjährigen FORUMs der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG, das am 16. September rund 700
Spitzenvertreter aus Forschung und Innovation, aus Wirtschaft und
Verwaltung im Wiener Museumsquartier versammelte. Vizekanzler und
Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner betonte dabei, dass die Konzentration auf Forschung und
Entwicklung und die enge Zusammenarbeit der richtige Weg zur
Bewältigung der aktuellen Herausforderungen sei. "Trotz schwierigen
budgetären Rahmenbedingungen haben wir die Investitionen nicht
gekürzt, sondern erweitert. Mit rund 3,8 Milliarden Euro sind die
öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung so hoch wie noch
nie zuvor. Das ist ein klares Bekenntnis zur Wissensgesellschaft."
Infrastruktur- und Technologieminister Stöger verwies auf die
rasanten gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, und
die Bedeutung einer Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Instituten
und der öffentlichen Hand. "Die Bündelung von Ressourcen und
Kompetenzen ist Voraussetzung für viele Innovationen. Wir schaffen
dafür die geeigneten Rahmenbedingungen."
Mitterlehner verwies darauf, dass die Stärkung der Verbindung
zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter vorangetrieben werden
müsse. Daher setze man einerseits auf bestehende Erfolgsprograme wie
die COMET-Zentrum, wo aktuell eine Ausschreibung für sieben neue
Zentren läuft, gleichzeitig wolle man auch den Wissenstransfer von
den Hochschulen in die Wirtschaft weiter forcieren. Mit neuen
Initiativen und Programmen, wie der Gründungsoffensive, dem
Alternativfinanzierungsgesetz - Stichwort Crowdfunding - und der
Erhöhung der Forschungsprämie von zehn auf zwölf Prozent seien
weitere wichtige Schritte gesetzt worden.
Stöger verwies darauf, dass Technologiepolitik ein zentraler Baustein
für eine gelungene Industrie- und Beschäftigungspolitik sei. Mit
einem Bündel an Maßnahmen im Bereich Produktion und Industrie 4.0,
der Breitbandmilliarde sowie maßgeblichen Investitionen im Bereich
Unternehmensgründung und Weltraum werden der Standort Österreich
gestärkt und optimale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft
geschaffen.
Innovation braucht Kooperation
Johann-Dietrich Wörner, neu bestellter Generaldirektor der
Europäischen Weltraumorganisation ESA nannte die Zusammenarbeit im
Bereich des Weltraums und insbesondere die seit mehr als 50 Jahren
bestehende ESA als Best-Practice-Beispiel für die internationale
Kooperation. Allerdings gebe es gerade im Weltraum auch zunehmende
Konkurrenz durch neue staatliche und private Akteure. Daher brauche
es eine starke Vernetzung, eine enge Koordination und eine klare
Aufgabenverteilung zwischen den beteiligten Akteuren. "Wir brauchen
ein ,United Space in Europe‘", so Wörner.
FFG-Aufsichtsratsvorsitzende Gertrude Tumpel-Gugerell betonte die
Rolle der FFG bei der Initiierung und Förderung von
Forschungskooperationen: "Die FFG fördert Innovationen durch
Know-how, Kooperationen und Finanzierungen. Sie vernetzt wichtige
Akteure miteinander und sorgt für ein innovationsfreundliches Klima.
Das unterstützt den Standort Österreich auf dem Weg in die Zukunft."
FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth verwies darauf, dass der
Erfolg der FFG ebenfalls nur durch enge Kooperationen möglich sei,
sowohl innerhalb Österreichs, mit den Ländern, Agenturen und
Eigentümer-Ressorts, wie auch international. Die Erfolge in den
EU-Forschungsprogrammen bewiesen, dass sich die heimischen
Unternehmen und Institute in den internationalen Forschungsnetzwerke
hervorragend hätten etablieren konnten.
FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner betonte den Mehrwert von
Kooperationen, die durch die FFG-Programme initiiert und gefördert
werden. Die Vorteile lägen auf der Hand: die Bündelung von
Ressourcen, Arbeitsteilung, Know-how-Transfer, Stärkung des
Standortes und die Förderung radikaler Innovationen durch
ungewöhnliche Partnerschaften.
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